Seither befindet sich die Partei in Aufruhr. Kritiker unterstellen Strack-Zimmermann, ihre Attacke von langer Hand geplant zu haben. Nun hat sie sich selbst zu den Vorbereitungen hinter ihrer dramatischen Kandidatur geäußert.Nach eigenen Angaben hatte sie diese erst zwei Tage vor der Abstimmung beschlossen, sagte Strack-Zimmermann in der n-tv-Sendung »Pinar Atalay«. Eigentlich habe sie gar nicht antreten wollen. Nach dem Rückzug von FDP-Landeschef Henning Höne, dessen Bewerbung sie unterstützt hatte, habe sie bei den Partei-Mitgliedern eine wachsende Enttäuschung darüber wahrgenommen, »dass sie keine Wahl haben«, so Strack-Zimmermann. »So gab ein Gedanke den anderen und dann habe ich mich entschieden.«
Strack-Zimmermann sagte, sie habe zuvor eine einjährige Doppelspitze mit Kubicki ins Gespräch gebracht. Kubicki habe diese allerdings abgelehnt. Über ihre späteren Kandidaturpläne seien letztlich »um die 50 Leute« informiert gewesen. »Ich war überrascht, dass es nicht vorher durchgesickert war«, sagte sie.Bei der Abstimmung setzte sich Kubicki schließlich mit knapp 60 Prozent der Stimmen durch, ein deutlicher Dämpfer für den neuen Vorsitzenden. Im Anschluss lieferte er sich mit Strack-Zimmermann über verschiedene Medien ein regelrechtes Wortgefecht. Kubicki richtete sich etwa direkt an seine Kontrahentin: »Marie-Agnes, Du hast nur 40 Prozent. Und jetzt weißt Du, wo der Hammer hängt«. Daneben ließ er wenig Bereitschaft erkennen, auf den doch erheblichen Teil an Liberalen zuzugehen, die sich gegen ihn gestellt haben. Am Montag äußerten sich beide jedoch etwas versöhnlicher.











