Dysfunktional ist ein Begriff, der in Berlin mittlerweile zum bitteren Alltag geworden ist: bröselnde Brücken, marode Gebäude, untauglicher ÖPNV und Straßen voller Schlaglöcher. Wie abgehalftert diese Stadt leider ist, erfahren wir jeden Tag.

Hier unsere tagtäglichen Erlebnisse mit einer Stadt, die schon bessere Zeiten gesehen hat und für die keiner verantwortlich sein will.

U-Bahn-Linie U5: Abgehängt in Hellersdorf

Die U5 ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen im Berliner U-Bahn-Netz – und steht ständig still. Seit dem 11. Mai bewegt sich mal wieder nichts auf den Gleisen zwischen den U-Bahn-Stationen Wuhletal und Hellersdorf. Das ist für Menschen, die sich ohnehin schon abgehängt am Rande des Randbezirks fühlen, ein Schlag ins Gesicht.

Auf rund 22 Kilometern verbindet die U5 nicht weniger als 26 Bahnhöfe – von Hönow im Osten bis zum Hauptbahnhof im Zentrum. Die BVG schreibt selbst unter dem fast schon zynisch klingenden Reiter Herzensprojekte, die U5 sei mit einer Fahrzeit von 41 Minuten pro Richtung und bis zu 15 Zügen gleichzeitig im Einsatz während der Hauptverkehrszeit ein „unverzichtbarer Bestandteil des Berliner Nahverkehrs“.