Der Berliner Hauptbahnhof ist im Moment aufgeteilt in zwei Welten. Einmal die gestockte Haupthalle. Hier ist alles wie immer. Unendlich viel Trubel, orientierungslose Touristen und nicht funktionierende Rolltreppen.
Das Treppensteigen ist für die meisten Leute, die mit dem Zug verreisen wollen, zur Voraussetzung geworden. Das gilt vor allem für die höchste Bahnhofsebene, auf deren Gleisen große Fernzüge, aber auch zahlreiche S-Bahnen abfahren. Mehrere Rolltreppen, die zu jenen Gleisen führen, sind im Moment defekt. Einige Gleisaufgänge sind deswegen sogar komplett gesperrt.
Neue Wohlfühloase im Hauptbahnhof
Das zweite Gesicht des Berliner Hauptbahnhofs ist erst vor kurzem entstanden. Im Zusammenhang mit der Einführung der neuen S-Bahn-Linie S15 wurde sogar ein eigener Bahnhof im Hauptbahnhof in Betrieb genommen. Am 15. Juni wurde die Station für die Nutzung freigegeben. Die S15 transportiert die Menschen zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof hin und her.
Wenn man die neue Station betritt, eröffnet sich einem eine kleine Oase zwischen dem restlichen Reisechaos. Optisch ist sie in einem maritimen Look gehalten. Die Wände leuchten blau, und sanfte Gitarrenmusik tönt aus Lautsprechern an der Hallendecke. Wenn man sich eine schöne S-Bahn-Station ausmalte, würde sie wohl so oder so ähnlich aussehen. Die Frage, die sich in Berlin nun stellt, ist klar: Wie lange wird es dauern, bis auch diese Station verschlissen und dreckig aussieht und die Rolltreppen ausfallen?






