Geländemotorräder des österreichischen Herstellers KTM sollen illegal umgebaut und falsch zugelassen worden sein. Das Kraftfahrt-Bundesamt ermittelt.

Gefälschtes Kennzeichen, Nummer weggekratzt: Der Fahrer dieses KTM-Krads hat Regeln gebrochen – wohl unabhängig vom aktuellen Fall

Chempic/imago

Ein Motorrad, das im Auslieferungszustand niemand fahren will: Hinter diesem Widerspruch steckt ein Geschäftsmodell, das den österreichischen Hersteller KTM nun in die Kritik bringt. Eine internationale Recherche, unter anderem von ZDF, Spiegel, Der Standard und Le Monde zeigt: KTM-Händler sollen in sieben europäischen Staaten Enduro-Geländemotorräder verkaufen, die zwar offiziell für die Straße zugelassen sind, im tatsächlichen Betrieb aber den Anforderungen nicht gerecht werden.

Um das zu dokumentieren, gingen die Reporter 15-mal verdeckt als Kaufinteressenten zu KTM-Händlern. Das Ergebnis sei überall das gleiche gewesen berichten sie: Kunden bekamen aufgerüstete Maschinen mit Zulassungsdokumenten, die über die tatsächlichen Eigenschaften hinwegtäuschen. Koordiniert wurde die Recherche von der Organisation „Climate Whistleblowers“.