Außerdem beantworten wir die Frage: Welche Pflanzenmilch ist am nachhaltigsten?Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Alkohol, Nikotin, Cannabis oder Gaming – Sucht kann viele Formen annehmen. In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ erklärt der Suchtforscher Rainer Spanagel, wie sich Abhängigkeit im Gehirn entwickelt und warum dabei vor allem das Belohnungssystem eine wichtige Rolle spielt. Außerdem geht es um die Frage, weshalb manche Menschen besonders anfällig für Sucht sind und warum es oft noch möglich ist gegenzusteuern.Wie Sucht das Gehirn verändertBei einer Sucht verändert sich das Gehirn Schritt für Schritt. Besonders betroffen ist das sogenannte Belohnungssystem – also der Bereich, der uns normalerweise motiviert, wichtige Dinge wie Essen, soziale Nähe oder Erfolg als positiv wahrzunehmen.Eine zentrale Rolle spielt dabei der Botenstoff Dopamin. Er signalisiert dem Gehirn, dass etwas besonders wichtig ist und wiederholt werden sollte. Mit der Zeit reichen oft schon bestimmte Reize aus – etwa der Geruch einer Zigarette oder das Öffnen einer App –, um starkes Verlangen auszulösen.Gleichzeitig wird die Kontrollfunktion des Gehirns geschwächt. Vor allem der sogenannte präfrontale Cortex, der Impulse reguliert und Verhalten kontrolliert, verliert zunehmend an Einfluss. Dadurch entsteht ein Kreislauf, in dem das Verlangen stärker wird, während die Selbstkontrolle immer weiter abnimmt.Warum nicht jeder Mensch süchtig wirdNicht jeder Mensch entwickelt eine Abhängigkeit. Nur ein Teil der Menschen, die regelmäßig konsumieren oder bestimmte Verhaltensweisen exzessiv nutzen, wird tatsächlich süchtig. Erfahrungen in Kindheit und Jugend beeinflussen das Risiko für eine Sucht erheblich. Besonders belastende Erlebnisse, dauerhafter Stress oder soziale Probleme können Menschen anfälliger machen. Daneben spielt auch die Genetik eine Rolle. Manche Menschen bringen von Natur aus ein höheres Risiko für Abhängigkeit mit, andere gelten als widerstandsfähiger gegenüber Sucht.Aber auch digitale Angebote wirken auf das Belohnungssystem. Vor allem soziale Medien mit personalisierten Inhalten und schnellen Reizen können dazu führen, dass das Gehirn immer wieder nach neuen kurzen Belohnungsmomenten sucht.Was helfen kannWichtig ist vor allem, früh gegenzusteuern. Wer merkt, dass der eigene Konsum oder bestimmte Verhaltensweisen zunehmend die Kontrolle übernehmen, hat oft noch gute Chancen, etwas zu verändern. Gerade in frühen Phasen können Apps oder digitale Programme helfen, das eigene Verhalten bewusster wahrzunehmen und neue Routinen aufzubauen.Je stärker sich eine Sucht jedoch verfestigt, desto schwieriger wird es meist, allein wieder herauszukommen. Dann reicht Selbstkontrolle oft nicht mehr aus und professionelle Unterstützung durch Psychologen oder therapeutische Hilfe wird wichtig. Entscheidend ist deshalb, Warnsignale ernst zu nehmen und nicht zu lange abzuwarten.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Wie entsteht eine Sucht? - WELT
Warum werden manche Menschen süchtig und weshalb kann unser Gehirn plötzlich die Kontrolle verlieren? Ein Suchtforscher erklärt, wie Alkohol, Drogen, Social Media und andere Verhaltenssüchte das Belohnungssystem beeinflussen und weshalb es oft noch möglich ist, rechtzeitig gegenzusteuern.






