Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage: Wie bekomme ich meine Wäsche am besten keimfrei? Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Party-Drogen gehören für viele zum Feiern dazu – und ihr Konsum steigt in Deutschland. Doch wie gefährlich sind Kokain, MDMA oder LSD wirklich? In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Wirkung gängiger Substanzen, ihr Abhängigkeitspotenzial und die Frage, ob es einen verantwortungsvolleren Umgang mit Drogen geben kann. Zu Gast ist Dr. Felix Betzler. Er leitet an der Berliner Charité eine Forschungsgruppe zum Themenfeld der Partydrogen sowie eine Spezialambulanz, in der Betroffene, die im Zusammenhang mit Substanzkonsum psychisch erkrankt sind, Hilfe finden. Warum Partydrogen immer präsenter werdenDer Konsum psychoaktiver Substanzen ist in der deutschen Party-Szene kein Randphänomen mehr. Musik, soziale Medien und Clubkultur tragen dazu bei, dass Drogen wie Kokain, MDMA oder Ketamin sichtbar und normalisiert erscheinen. Medizinische Daten zeigen: Auch wenn der Konsum in der Gesamtbevölkerung weiterhin relativ selten ist, nehmen insbesondere klassische Partydrogen prozentual deutlich zu. Diese Entwicklung spiegelt sich nicht nur in Statistiken, sondern auch in spezialisierten Sprechstunden wider, in denen immer mehr Menschen wegen drogenbezogener psychischer Probleme Hilfe suchen.Der Reiz liegt in der Wirkung: Kokain verstärkt Antrieb und Euphorie, MDMA fördert Nähe und emotionale Verbundenheit, Ketamin verändert Wahrnehmung und Körpergefühl. Jede Substanz spricht andere Botenstoffsysteme im Gehirn an – und erzeugt so unterschiedliche Rauscherlebnisse. Genau diese gezielte Beeinflussung des Gehirns macht Partydrogen für viele attraktiv, birgt aber zugleich spezifische Risiken.Abhängigkeit, psychische Folgen und das Risiko des Einmal-KonsumsNicht alle Partydrogen sind gleich gefährlich. Kokain gilt als besonders riskant, da es schnell eine starke psychische Abhängigkeit erzeugen kann. MDMA weist ein geringeres Suchtpotenzial auf, während Substanzen wie LSD oder Psilocybin kaum abhängig machen. Doch fehlende Abhängigkeit bedeutet nicht fehlende Gefahr. Auch Drogen mit geringem Suchtpotenzial können schwerwiegende Folgen haben – insbesondere für die Psyche.Selbst einmaliger Konsum kann problematisch sein. Akute psychotische Zustände, Angstattacken oder anhaltende Wahrnehmungsstörungen können auftreten, vor allem bei Menschen mit einer entsprechenden Vulnerabilität. Manche entwickeln erstmals psychische Erkrankungen, die ohne Drogenkonsum möglicherweise nie ausgebrochen wären. Das Risiko ist schwer vorhersehbar: Wer betroffen sein wird, lässt sich im Vorfeld nicht sicher sagen.Hinzu kommt die enge Verbindung zwischen Partyszene und Substanzkonsum. Studien zeigen, dass ein großer Teil der Feiernden innerhalb kurzer Zeiträume mehrere Drogen konsumiert. Damit steigt nicht nur das Risiko für Abhängigkeit, sondern auch für Wechselwirkungen und unkontrollierbare Effekte.Wie kann man Risiken minimieren?Aus medizinischer Sicht wäre der sicherste Umgang mit Drogen, ganz auf sie zu verzichten. Die Realität sieht jedoch anders aus. Drogen werden konsumiert – unabhängig von Verboten oder gesundheitlichen Warnungen. Deshalb gewinnt der Ansatz der Schadensminimierung an Bedeutung. Ziel ist es, Risiken zu reduzieren, ohne den Konsum zu verharmlosen.Dazu gehört, Substanzen nicht zu mischen, hygienisch zu konsumieren und die Herkunft möglichst gut zu kennen. Ein zentraler Baustein ist das sogenannte Drug Checking, bei dem Konsumierende ihre Substanzen analysieren lassen können. So erfahren sie, was tatsächlich enthalten ist und welche spezifischen Gefahren bestehen. Begleitende Beratung hilft, informierte Entscheidungen zu treffen und gesundheitliche Schäden zu vermeiden.Ein risikofreier Drogenkonsum bleibt eine Illusion. Doch Aufklärung, Prävention und ein nüchterner Blick auf Wirkungen und Nebenwirkungen können dazu beitragen, dass Feiern nicht in langfristigen gesundheitlichen Problemen endet.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.