PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastMicrodosing – Was steckt hinter dem Trend?Veröffentlicht am 25.09.2025Lesedauer: 3 MinutenImmer mehr Menschen experimentieren privat mit sogenannten Microdoses – winzigen Mengen psychedelischer Substanzen wie LSD oder Psilocybin. Die Idee: Stimmungsaufhellung, mehr Kreativität oder sogar Hilfe bei Depressionen. Doch wie gut ist die wissenschaftliche Datenlage dazu und welche Risiken sind möglich?Außerdem geht es um die Frage, warum wir trotz vollem Bauch fast immer noch Platz für ein Dessert haben. Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Kleine Dosen, große Versprechen: Immer mehr Menschen probieren Microdosing mit LSD oder Magic Mushrooms aus, um konzentrierter, kreativer oder glücklicher zu werden. Doch hält der Trend wirklich, was er verspricht oder birgt er eher unbekannte Risiken?In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ erklärt Dr. Felix Müller, was die Wissenschaft bisher über Microdosing weiß. Er leitet den klinischen Forschungsbereich für substanzgestürzte Therapie an der Universität Basel und ist stellvertretender Oberarzt der universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.Was steckt hinter Microdosing?Von Microdosing spricht man, wenn Menschen etwa ein Zehntel einer normalen Dosis einnehmen – bei LSD also rund zehn Mikrogramm. Diese Mengen liegen so niedrig, dass es nicht zu einem Rausch kommt. Befürworter berichten von gesteigerter Konzentration und mehr Energie im Alltag.Doch die wissenschaftliche Grundlage ist dünn: Nur wenige Placebo-kontrollierte Studien existieren, und diese konnten bislang keine klaren Effekte belegen. „Microdosing war in den bisherigen Studien nicht wirksamer als Placebo“, sagt Müller. Gleichzeitig sei bekannt, dass Placebo-Effekte in der Psychopharmakologie besonders stark sein können.Mögliche Risiken Obwohl Psychedelika grundsätzlich als wenig toxisch gelten, bringt Microdosing ein besonderes Risiko mit sich: Die Substanzen werden im Gegensatz zum klassischen Konsum nicht selten, sondern über längere Zeiträume hinweg eingenommen. Welche Folgen das haben kann, ist noch unklar. Fachleute verweisen etwa auf mögliche Herzklappenveränderungen, die bei vergleichbaren Wirkstoffen beobachtet wurden. Sicher ist: Wer Microdosing betreibt, bewegt sich in einem Feld mit unbekannten Langzeitrisiken.Kontrollierte Therapie als AlternativeDeutlich besser untersucht ist die sogenannte psychedelisch assistierte Psychotherapie. Dabei werden hohe Dosen von LSD oder Psilocybin unter professioneller Begleitung eingesetzt, meist nur ein- bis dreimal, kombiniert mit Gesprächstherapie. Erste Studien zeigen hier positive Effekte – insbesondere bei Depressionen, Ängsten oder Suchterkrankungen. Psilocybin ist bislang am intensivsten erforscht, aber auch LSD wird zunehmend getestet.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Microdosing: Was steckt hinter dem Trend? - Podcast - WELT
Immer mehr Menschen experimentieren privat mit sogenannten Microdoses – winzigen Mengen psychedelischer Substanzen wie LSD oder Psilocybin. Die Idee: Stimmungsaufhellung, mehr Kreativität oder sogar Hilfe bei Depressionen. Doch wie gut ist die wissenschaftliche Datenlage dazu und welche Risiken sind möglich?






