PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastWarum es keinen gesunden Alkoholkonsum geben kannVon Wiebke BolleVeröffentlicht am 04.12.2025Lesedauer: 3 MinutenFür viele gehört Alkohol an Weihnachten oder Silvester dazuQuelle: Getty Images/Alina Rudya/Bell CollectiveMittlerweile ist klar: Kein Alkohol ist am gesündesten. Eine Expertin erklärt in der aktuellen Folge, wann kritischer Konsum beginnt und wie Verzicht in der Weihnachtszeit gelingt.Außerdem gehen wir dem Phänomen Doomscrolling auf den Grund. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Selbst geringe Mengen Alkohol bergen gesundheitliche Risiken. Bereits zwei kleine alkoholische Getränke pro Woche gelten laut aktuellen Empfehlungen als Obergrenze für einen risikoarmen Konsum. Ein völliger Verzicht ist aus medizinischer Sicht jedoch am gesündesten.In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die gesundheitlichen Risiken von Alkohol und die Frage, ob Phasen der Abstinenz wie der „Dry January“ tatsächlich etwas bringen. Zu Gast ist die Ernährungswissenschaftlerin Margrit Richter, stellvertretende Leiterin des Referats Wissenschaft der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE.Kein risikofreier AlkoholkonsumDie Forschungslage ist eindeutig: Alkohol ist ein Zellgift. Bereits in geringen Mengen kann die Substanz – genauer gesagt ihre Abbauprodukte – schädlich auf den Körper wirken. Sie gelten als toxisch und krebserregend. Laut DGE gibt es keine Trinkmenge, bei der mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass gesundheitliche Schäden entstehen. Deshalb empfiehlt die Gesellschaft einen möglichst geringen Konsum.Für ihre Einschätzung orientiert sich die DGE unter anderem an einer kanadischen Studie, die einen risikoarmen Konsum bei maximal zwei kleinen alkoholischen Getränken pro Woche ansetzt. Diese Empfehlung gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Unterschiede im Risiko zwischen den Geschlechtern lassen sich auf dieser sehr niedrigen Konsumstufe nicht eindeutig nachweisen.Trockene Monate können helfenAktionsmonate wie der „Dry January“ oder „Sober October“ sind populär – und können durchaus sinnvoll sein. Sie bieten Gelegenheit, das eigene Trinkverhalten zu reflektieren und stellen für viele Menschen einen guten Einstieg dar, um ihren Alkoholkonsum langfristig zu reduzieren. Studien zeigen, dass ein temporärer Verzicht positive Effekte haben kann: Blutzuckerwerte, Blutdruck und Gewicht können sich verbessern.Allerdings ist es schwierig, diese Verbesserungen eindeutig dem Alkoholentzug zuzuordnen, denn gerade im Januar ändern viele Menschen auch andere Lebensgewohnheiten. Sie treiben mehr Sport, essen gesünder oder schlafen mehr. Zudem fällt es jenen, die ohnehin wenig trinken, oft leichter, einen Monat zu verzichten. Wer hingegen im restlichen Jahr regelmäßig viel Alkohol konsumiert, wird von einem einzelnen nüchternen Monat kaum profitieren.Deshalb reicht ein befristeter Verzicht allein nicht aus. Entscheidend ist, das gesamte Jahr über den Konsum im Blick zu behalten und idealerweise dauerhaft zu reduzieren. Eine hilfreiche Maßnahme kann dabei sein, bei Einladungen oder Feiern bewusst alkoholfreie Alternativen anzubieten.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten.„Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.