Am Mount Everest läuft noch bis Ende Mai die diesjährige Klettersaison, doch schon jetzt ist klar, welche Performance diesmal in Erinnerung bleiben wird.Die des polnischen Alpinisten Bartek Ziemski, dem Phantom aus Warschau.Der 31-Jährige kletterte vergangene Woche allein und ohne Sauerstoff zuerst auf den 8516 Meter hohen Lhotse und nur wenige Tage später auf dessen großen Nachbarn, den Mount Everest.

Damit nicht genug, fuhr Ziemski von den jeweiligen Gipfeln auch noch mit Skiern ab. Es gibt Videos der Stunts, auf denen zu sehen ist, wie der Abenteurer die steilen Hänge der Giganten hinabschwingt, lässig wie ein Zermatter Skilehrer.In der Bergsteigerwelt herrscht jetzt helle Aufregung: Wer ist der Mann, der gleich zweimal hintereinander in die Todeszone klettert, um dort Ski zu fahren?Bei seinen Solotouren hatte Ziemski weder Unterstützung von Sherpas noch von Expeditionsveranstaltern. Er suchte sich Fenster mit stabilem Wetter und marschierte auf eigene Faust los. Alpinismus in seiner reinsten Form.