Auf der Suche nach neuen Sporterfahrungen landet unsere Autorin diesmal auf einer Art Folterbank. Nicht nur deshalb muss sie sich furchtbar aufregen.

Strumpf des Anstoßes: Ohne Stoppersocken kein Reformer Pilates

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I ch liege auf einer schwarzen Trainingsbank und bin auf 180. Ich bewege meine Beine in kreisend, drücke mich mit der Bank von vorne nach hinten und in mir kocht alles. Wenn es nicht so leise wäre in diesem verdammt leeren Studio, dann würde ich gerne schreien oder mich mindestens laut aufregen. Schlimmer wird es, wenn ich an die CDU-blauen Antirutschsocken an meinen Füßen denke.

Zehn Minuten vorher bin ich noch durch einen Berliner Bil­dungs­bür­ge­r*in­nen­kiez gehastet. Währenddessen denke ich an Shirin David. Die hat wenigstens noch einen Iced Matcha Latte, wenn sie zu spät zum Pilates kommt. Ich hatte mich immerhin, so dachte ich zumindest, gut vorbereitet für die Sportart, die gleich kommt. Ich will Reformer Pilates ausprobieren, ein Ganzkörpertraining, das mit Geräten, sogenannten Reformern, die aussehen wie eine Mischung aus Massageliege und Folterinstrument, unterstützt wird.