Stand: 20.05.2026 • 22:37 Uhr

Besonders die Zusammenarbeit mit Ex-Wirecard-Chef Marsalek machte den Fall zu einem der größten Spionageprozesse Österreichs. Nun ist ein Urteil gefallen: mehr als vier Jahre Haft für Ex-Verfassungsschützer Ott wegen Spionage für Russland.

Im größten Spionageprozess in Österreich seit Jahrzehnten ist ein Urteil gefallen. Egisto Ott, ein ehemaliger hochrangiger österreichischer Geheimdienstmitarbeiter, wurde wegen Spionage für Russland zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Ein Geschworenengericht am Wiener Landesgericht sprach den 63-Jährigen in einem der größten Geheimdienstskandale des Landes einstimmig schuldig.

Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der frühere Beamte des inzwischen aufgelösten Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) zwischen 2015 und 2022 geheime Informationen an den Kreml verraten hat. Er wurde zudem wegen Amtsmissbrauchs, Veruntreuung und Bestechlichkeit verurteilt.

Urteil noch nicht rechtskräftig