Bis zuletzt versuchte Egisto Ott, die Öffentlichkeit von seiner Geschichte zu überzeugen. Die handelt von einem pflichtbewussten Verfassungsschützer und unterscheidet sich stark von den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft, die in Ott einen Spion im Auftrag Russlands erkannte. Ott, so die Anklage, habe in polizeilichen Datenbanken Informationen über russische Regimegegner abgefragt, und diese seien bei Jan Marsalek gelandet, dem früheren Wirecard-Manager, der allem Anschein nach in Moskau für den russischen Geheimdienst arbeitet.