Am Anfang zögerten die jungen Frauen noch. Manche befürchteten, dass ihnen ein öffentliches Statement schaden könnte – Schluss mit der Karriere im Krankenhaus, mit der Doktorarbeit, keine Weiterbildung, keine Assistenzarztstelle, dafür Ablehnung und Häme. Aber die Wut wuchs und war größer als die Sorge, und so bestiegen am vergangenen Freitag Medizinstudentinnen, die als Abgesandte der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) am Deutschen Ärztetag teilnahmen, die Bühne in Hannover und berichteten von sexuellen und sexualisierten Übergriffen, die sie während des Ärztetags erlebt hatten.
Protest gegen sexualisierte Übergriffe auf Deutschem Ärztetag: Medizinstudentinnen klagen an
Hände am Po, Einladungen auf Hotelzimmer: Medizinstudentinnen berichten in Hannover vor dem gesamten Plenum von ihren Erfahrungen mit männlichen Kollegen. Die Reaktionen sind enorm.











