Beim 130. Ärztetag vor wenigen Tagen in Hannover berichteten Medizinstudentinnen von übergriffigem Verhalten und unangemessenen Kommentaren während der Veranstaltung. Vor den Delegierten des Deutschen Ärzteparlaments trugen fünf Medizinstudentinnen eine Erklärung vor, wie der „Tagesspiegel“ und das „Deutsche Ärzteblatt“ berichten.Darin berichteten die Studentinnen unter anderem von Kommentaren über ihr Aussehen, ihren Ausschnitt, über Hände von männlichen Kollegen auf Rücken und Gesäß der Studentinnen. Dies alles sei unangebracht, so die Frauen. Darüber hinaus berichteten sie von Einladungen aufs Hotelzimmer „oder privat nach Hause“ sowie Aufforderungen, „doch mal eben zusammen vor die Tür zu gehen“. Auch sei mit männlichen Kollegen über berufspolitische Themen gesprochen worden, mit ihnen aber übers Stillen und Kinderkriegen.Laut dem „Deutschen Ärzteblatt“ erhielten die fünf Frauen stehende Ovationen für ihre Erklärung. Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Marion Charlotte Renneberg, sagte dem „Tagesspiegel“, die Schilderungen hätten sie „tief erschüttert“ und „sprachlos gemacht“. Es sei „absolut inakzeptabel“, dass „Frauen derart in ihrer Würde verletzt werden“, indem man sie auf ihr Äußeres reduziere. Das geschilderte Verhalten sei mit dem ärztlichen Berufsethos nicht vereinbar.
Ärztetag: Medizinstudentinnen berichten von Übergriffen
Eigentlich sollte es beim 130. Ärztetag um ganz andere Themen gehen. Doch fünf Medizinstudentinnen geben eine Erklärung ab, in der sie von übergriffigem Verhalten während der Veranstaltung berichten.











