Fast ist man ja schon dankbar, wenn sich in Fußgängerzonen noch Menschen drängen oder sogar um die besten Plätze prügeln – schließlich hat doch der Einzelhandel dort bekanntlich seit Jahren ein Problem mit seiner Laufkundschaft. Dass es nun ausgerechnet eine halbe Luxusuhr ist, um die man sich dort vor den Swatch-Filialen schubst, ist allerdings wieder ernüchternd, denn diese Form der Pop-Up-Kundenbindung ist bekanntlich kurzlebig und nur Symptom einer künstlichen Verknappung. In der Mode hat sich das Prinzip – großer Name für kleines Geld – seit Lagerfeld x H&M jedenfalls schon ermüdend oft wiederholt und den Lauf der Konsumwelt nicht nennenswert verändert. Jetzt ist eben mal eine andere Branche mit dieser Erkenntnis dran.