Gedränge, Schlägereien, beschädigte Türen und außerplanmäßig geschlossene Läden: Der Verkaufsstart für eine Sonderkollektion von Swatch-Uhren in Zusammenarbeit mit der Schweizer Luxusuhrenmarke Audemars Piguet hat am Samstag in New York und mehreren europäischen Städten für chaotische Szenen gesorgt. Da die Kollektion »Royal Pop« nur in ausgewählten Swatch-Läden verkauft wurde, bildeten sich vor den entsprechenden Geschäften lange Warteschlangen.
Am Eingang des Swatch-Stores am New Yorker Times Square habe es »Geschubse und Gedränge in alle Richtungen« gegeben, sagte der 44-jährige New Yorker John McIntosh der Nachrichtenagentur AFP. »Das war wie ein Mosh-Pit.« Er habe sich bereits am Mittwoch in die Warteschlange vor dem Geschäft eingereiht.McIntoshs Ziel und das der meisten anderen Kunden, von denen einige bis zu eine Woche lang vor dem Geschäft ausharrten: Die 400 bis 420 Dollar teuren Taschenuhren kaufen, um sie dann umgehend mit einer beträchtlichen Gewinnmarge weiterzuverkaufen. Lesen Sie hier mehr über das »baumelnde Uhren-Labubu«, wie SPIEGEL-Reporter Felix Dachsel es sieht: Kann man dem Hype trauen?
In Frankreich bildeten sich in mehreren Städten in der Nacht zum Samstag lange Warteschlangen. Dabei kam es mancherorts zu Spannungen, Sicherheitskräfte hatten gut zu tun.In einem Einkaufszentrum im Großraum Paris strömten rund 300 Menschen am Morgen zu einem Swatch-Laden, in dem die »Royal Pop«-Uhren verkauft werden sollten. Die Menge sei mit Tränengas auseinandergetrieben worden, hieß es. Dort seien ein Metallrollladen und zwei Sicherheitstüren beschädigt sowie Polizisten und Sicherheitskräfte angegriffen worden, hieß es weiter. Der Verkauf sei ohne Angabe eines neuen Termins gestoppt worden. »Der Sicherheitsbedarf wurde von den Organisatoren unterschätzt.«










