Vier Geschwister, die vom Schicksal der anderen jahrelang nichts wussten: In „60 Minutes“ schildern die Cascios, die Michael Jackson „seine geheime Familie“ nannte, wie sie als Kinder systematisch missbraucht wurden.

Die Biographie „Michael“, die zurzeit im Kino über den Popstar Michael Jackson läuft, feiert ihn als musikalische Lichtgestalt. Die dunkle Seite der Geschichte taucht nicht auf: die schweren Missbrauchsvorwürfe, die Jackson seit den frühen Neunzigerjahren begleiten. Hier setzt die aktuelle Ausgabe von „60 Minutes Australia“ an.

Vier Geschwister der Familie Cascio, die Jackson selbst seine „geheime zweite Familie“ nannte und die über Jahrzehnte zu seinem engsten Umfeld zählte, schildern, wie der 2009 gestorbene Musiker sie als Kinder über Jahre systematisch manipuliert und sexuell missbraucht habe. Die Sendung knüpft an die Dokumentation „Leaving Neverland“ von 2019 an, in welcher der Choreograph Wade Robson und der ehemalige Kinderdarsteller James Safechuck ebenfalls vom Missbrauch durch Jackson berichten.

Für die Cascio-Geschwister war die Doku Anlass, mit der eigenen Familiengeschichte zu brechen: Aldo Cascio, der jüngste Bruder, rief damals die Geschwister zusammen: „Alles, was sie sagen, ist wahr. Weil es mir auch passiert ist.“