PfadnavigationHomePolitikAuslandItalien„Ein gefährliches Instrument“ – Meloni veröffentlicht Deepfake-Bild von sich in UnterwäscheVeröffentlicht am 06.05.2026Lesedauer: 2 MinutenDas Bild zeigt einen Screenshot von XQuelle: Screenshot WELT/xItaliens Premierministerin Meloni geht in die Offensive gegen KI-generierte Fotos – und teilt dafür als Beispiel ein künstlich erstelltes Bild von sich selbst, in Dessous. Ihr Fazit: Man würde alles nutzen, „nur um Unwahrheiten zu erfinden“.Was heute ihr passiere, können morgen jedem passieren: Italiens Premierministerin Giorgia Meloni geht deshalb in die Offensive gegen KI-generierte Fotos von ihr und ruft zu verantwortungsvollem Verhalten auf. Von ihr seien derzeit diverse falsche Bilder im Umlauf, die von „irgendeinem eifrigen Gegner“ als echt ausgegeben würden, schreibt die Politikerin auf X.Den Hinweis verbindet Meloni mit einem Bild, das sie in Unterwäsche zeigt.„Ich muss anerkennen, dass derjenige, der sie erstellt hat, zumindest im beigefügten Fall, mich sogar deutlich verbessert hat“, merkt sie an. „Aber die Tatsache bleibt, dass man jetzt wirklich alles nutzt, nur um anzugreifen und Unwahrheiten zu erfinden.“Es gehe aber nicht nur um sie, so Meloni. „Deepfakes sind ein gefährliches Instrument, denn sie können jeden täuschen, manipulieren und treffen. Ich kann mich verteidigen. Viele andere nicht.“ Deshalb solle immer eine Regel gelten: „Erst prüfen, dann glauben, und erst glauben, dann teilen.“ Ob Meloni den Vorfall den Strafverfolgungsbehörden melden wird, war zunächst unklar, auch wenn Nutzer sie in den Kommentaren dazu aufforderten. Es ist nicht das erste Mal, dass das Abbild Melonis für Aufsehen sorgt. Im Februar hatte ein kleiner kirchlicher Eklat für Diskussionen gesorgt, nachdem in einer römischen Kirche ein Putto – eine engelsgleiche Kindergestalt – mit auffallender Ähnlichkeit zu Meloni aufgetaucht war. Damals nahm Meloni die Darstellung mit Humor. „Nein, ich sehe definitiv nicht wie ein Engel aus“, schrieb sie in sozialen Medien und fügte ein lachendes Emoji hinzu.Lesen Sie auchSeit einigen Wochen läuft in Deutschland eine breite Debatte über sexualisierte Gewalt – auch im Internet. Hintergrund sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte. Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. dpa/AP/jm