Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage: Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um Histamin und die Frage, warum dieser körpereigene Botenstoff bei manchen Menschen Beschwerden auslösen kann. Gesprächspartner ist der Facharzt für Innere Medizin und Ernährungsmedizin Dr. Jörg Klasen.Histamin kommt in vielen Organismen vor – in Pflanzen, Bakterien, Tieren und auch im menschlichen Körper. Dort erfüllt es mehrere Funktionen. Als sogenanntes Gewebehormon beeinflusst es unter anderem Verdauungsprozesse. Es sorgt beispielsweise dafür, dass im Magen ausreichend Magensäure gebildet wird und regt die Aktivität des Darms an. Gleichzeitig wirkt Histamin als Neurotransmitter im Nervensystem. Es ist damit an der Kommunikation zwischen Nervenzellen beteiligt und spielt eine Rolle bei Konzentration, Wachheit und dem Schlaf-Wach-Rhythmus.Wenn das Gleichgewicht kipptProblematisch wird Histamin nicht grundsätzlich, sondern erst dann, wenn das Gleichgewicht zwischen Aufnahme, Produktion und Abbau gestört ist. Der Körper kann Histamin selbst herstellen, es entsteht jedoch auch über bestimmte Lebensmittel oder durch Darmbakterien. Wird gleichzeitig zu wenig davon abgebaut, kann sich ein Überschuss entwickeln.Eine feste Grenze, ab der Histamin Beschwerden auslöst, gibt es nicht. Die individuelle Toleranz ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen reagieren bereits bei geringen Mengen, während andere deutlich höhere Spiegel problemlos vertragen.Die möglichen Symptome sind vielfältig und reichen von Müdigkeit und Schwäche über Übelkeit und Bauchschmerzen bis zu Herzrasen oder Blutdruckschwankungen. Auch Hautreaktionen wie Rötungen oder Juckreiz können auftreten. Gerade diese Vielfalt macht es schwierig, die Ursache eindeutig zu erkennen.Warum Ernährung eine wichtige Rolle spielen kannEine einfache Diagnose gibt es bislang nicht. Stattdessen gilt eine systematische Beobachtung als wichtiges Instrument. Dabei kann ein Ernährungstagebuch helfen, in dem über mehrere Wochen hinweg Mahlzeiten, Beschwerden, Medikamente und mögliche Stressfaktoren festgehalten werden.Auf diese Weise lassen sich mögliche Zusammenhänge erkennen. Einige Lebensmittel können den Histaminspiegel beeinflussen – etwa stark verarbeitete oder fermentierte Produkte sowie Lebensmittel, die lange gelagert wurden. Denn bei Lagerung und mikrobiellen Abbauprozessen kann Histamin entstehen.Auch hormonelle Faktoren können eine Rolle spielen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Ein möglicher Grund liegt im Einfluss von Hormonen: Östrogen kann Histamin freisetzen und seinen Abbau bremsen, während Progesteron eine gegensätzliche Wirkung haben kann.Wer vermutet, auf Histamin empfindlich zu reagieren, sollte die Ernährung daher möglichst strukturiert analysieren – idealerweise gemeinsam mit einer ernährungsmedizinischen Beratung. Welche Faktoren dabei noch entscheidend sein können, wird in der Podcast-Folge genauer erläutert.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Histamin – Wenn ein wichtiger Botenstoff plötzlich krank macht - WELT
Histamin erfüllt im menschlichen Körper wichtige Aufgaben – etwa im Immunsystem, im Stoffwechsel und im Gehirn. Problematisch wird der Botenstoff jedoch, wenn sein Gleichgewicht gestört ist.






