Außerdem geht es in dieser Folge den positiven Einfluss von Kuscheln auf unser Immunsystem und die Wundheilung . Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um eine der häufigsten chronischen Erkrankungen: Parodontitis. Damit gemeint ist eine chronische, durch Bakterien verursachte Entzündung des Zahnhalteapparats, bei der sich das Zahnfleisch zurückzieht und langfristig auch der Kieferknochen geschädigt wird. Im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich ernsthafte Folgen – nicht nur im Mund, sondern im gesamten Körper. Der Zahnarzt und Oralchirurg Dr. Stefan Helka erklärt, wie die Parodontitis entsteht, wie man sie behandelt und wie man Zahnfleischentzündungen vorbeugen kann. Wenn aus Zahnfleischbluten eine chronische Erkrankung wirdParodontitis entsteht durch bakterielle Beläge auf den Zähnen. Diese lagern sich in den Zahnfleischtaschen ab und lösen eine Entzündungsreaktion des Körpers aus. Anfangs zeigt sich das durch gerötetes oder leicht blutendes Zahnfleisch. In diesem Stadium spricht man noch von einer Gingivitis.Wird die Entzündung jedoch nicht behandelt, kann sie auf den Kieferknochen übergreifen. In der Folge baut sich dieser langsam ab, Zähne lockern sich und können im schlimmsten Fall ausfallen. Besonders tückisch: Der Prozess verläuft meist langsam und schmerzarm, sodass viele Betroffene lange nichts davon bemerken.Risiko für Herz und StoffwechselDie Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf den Mundraum. Gelangen Bakterien aus den entzündeten Zahnfleischtaschen in den Blutkreislauf, können sie Entzündungen in anderen Körperregionen auslösen.Besonders relevant ist der Zusammenhang mit dem Herz-Kreislauf-System. So können sich Bakterien an Herzklappen festsetzen und dort gefährliche Entzündungen verursachen. Gleichzeitig fördern entzündliche Prozesse im Körper die Alterung der Gefäße, was das Risiko für Arteriosklerose erhöht.Auch mit Diabetes besteht eine enge Wechselwirkung: Parodontitis kann den Blutzucker verschlechtern, während ein schlecht eingestellter Diabetes wiederum die Entzündung im Mund verstärkt. Es entsteht ein Kreislauf, der beide Erkrankungen begünstigt.Behandlung und wirksame VorbeugungDie Therapie setzt direkt an der Ursache an: den bakteriellen Belägen. Ziel ist es, diese gründlich zu entfernen – sowohl oberflächlich als auch in tieferen Zahnfleischtaschen. Je nach Schweregrad erfolgt dies durch professionelle Reinigung oder, bei fortgeschrittenen Fällen, durch kleinere Eingriffe unter Betäubung.Entscheidend ist jedoch die langfristige Kontrolle. Da sich Beläge immer wieder neu bilden, sind regelmäßige Nachbehandlungen notwendig, meist im Abstand von wenigen Monaten. Die Erkrankung lässt sich so zwar nicht vollständig rückgängig machen, aber deutlich verlangsamen.Zur Vorbeugung spielen drei Faktoren eine zentrale Rolle: gründliche Mundhygiene, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen. Besonders wichtig ist die Reinigung der Zahnzwischenräume, da sich dort Bakterien bevorzugt ansiedeln. Studien zeigen, dass konsequente Vorsorge das Risiko für schwere Verläufe deutlich senken kann.Parodontitis ist damit kein isoliertes Zahnproblem, sondern eine Erkrankung mit weitreichenden Folgen – und zugleich eine, der sich mit relativ einfachen Maßnahmen wirksam begegnen lässt.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Wenn das Zahnfleisch zum Risiko für den ganzen Körper wird - WELT
Parodontitis bleibt oft lange unbemerkt, kann aber Zähne zerstören und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erhöhen. Wie die chronische Entzündung entsteht und was hilft, erklärt ein Zahnarzt.






