Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Plastik im Meer – wie Mikroplastik Ozeane, Tiere und Menschen belastetIn der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um Plastikverschmutzung in den Ozeanen und die Frage, warum Meeresschutz nicht erst am Strand beginnt. Dr. Frauke Bagusche ist Meeresbiologin, Autorin und Mitgründerin des Bildungsvereins „The Blue Mind“; ihr Arbeitsgebiet ist der Schutz mariner Ökosysteme und die Aufklärung über Plastikmüll im Meer.Ein gestrandeter Wal kann große öffentliche Anteilnahme auslösen. Doch der Blick auf ein einzelnes Tier verdeckt leicht, wie umfassend das Problem ist. Jedes Jahr verenden zahlreiche Meerestiere in sogenannten Geisternetzen, also verlorenen oder aufgegebenen Fischernetzen, die weiter durch die Ozeane treiben. Solche Netze können riesige Ausmaße haben und über Jahrzehnte im Meer bleiben, bis sie nach und nach in kleinere Kunststoffteile zerfallen.Warum Mikroplastik so gefährlich istPlastikverschmutzung besteht nicht nur aus Flaschen, Tüten oder Verpackungen. Ein großer Teil des Problems ist unsichtbar: Mikro- und Nanoplastik entsteht, wenn größere Kunststoffteile durch UV-Strahlung, Abrieb und andere Prozesse zerfallen. Hinzu kommen Partikel aus Reifenabrieb, synthetischer Kleidung oder städtischem Staub. Über Flüsse, Abwässer und Luftströmungen gelangen sie in die Umwelt und schließlich in die Meere.Dort werden die Partikel von Tieren aufgenommen. Besonders Filtrierer wie Muscheln und Austern können Mikroplastik anreichern. Je kleiner die Teilchen sind, desto leichter können sie biologische Barrieren überwinden und sich im Gewebe ablagern. An den Partikeln können sich Schadstoffe anlagern; zugleich enthalten Kunststoffe selbst Zusätze, die Organismen belasten können. So gelangt Plastik über verschiedene Stufen in das Nahrungsnetz.Auch größere Kunststoffteile töten Tiere. Seevögel verschlucken Feuerzeuge, Plastikdeckel oder Bruchstücke, weil sie diese mit Nahrung verwechseln. Der Magen füllt sich mit unverdaulichem Material, es kann zu Verletzungen, Hunger und Tod kommen. Meeresschildkröten, Haie oder Wale wiederum verfangen sich in Netzen, die wie schwimmende Sammelstellen für Algen und Kleinstlebewesen wirken und dadurch weitere Tiere anziehen.Wo die wichtigsten Hebel liegenDer Großteil des Plastiks in den Ozeanen stammt vom Land und wird über Flusssysteme eingetragen. Müllkippen in Flussnähe, fehlende Entsorgungssysteme und der Export von Abfällen verschärfen die Lage. Besonders wichtig wären daher bessere Abfallstrukturen in Schwellen- und Entwicklungsländern, ohne die Verantwortung der Industriestaaten auszublenden.Auch Bioplastik ist keine einfache Lösung. Viele solcher Produkte zerfallen nicht schnell genug für gängige Kompostieranlagen und müssen aufwendig aussortiert werden. Gelangen sie in die Natur, können sie für Tiere ähnlich gefährlich sein wie herkömmlicher Kunststoff.Wirksam wären vor allem weniger Einwegplastik, besser recycelbare Materialien, strengere politische Vorgaben und ein Konsum, der Kunststoff vermeidet, wo es möglich ist. Plastik ist ein Rohstoff – im Meer wird er zum dauerhaften Risiko.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.