PfadnavigationHomeICONISTEssen & TrinkenRezeptRicotta macht’s saftig – Apfelkuchen 2.0Von Katharina JamesVeröffentlicht am 07.01.2026Lesedauer: 3 MinutenSaftiger Apfelkuchen mit Ricotta und MandelnQuelle: WELT Food/Sabrina RadeckNatürlich gibt es ungefähr eine Million Rezepte für Apfelkuchen, jedes von ihnen das einfachste oder das beste oder beides. Dieser ist intensiv apfelig, schnell angerührt und noch schneller aufgegessen. Muss ein Apfelkuchen mehr können?Apfelkuchen ist ein wenig wie Spaghetti mit Tomatensoße: Nicht gerade innovativ, aber geht immer und wenn er gut ist, fühlt man sich beim Essen sehr zu Hause und zufrieden. Das gilt natürlich besonders im Herbst – die Äpfel sind frisch geerntet, die Luft wird kühler, die Tage kürzer. Dafür wird die Sehnsucht nach einem weichen Sofa, Kuscheldecke und heißen Getränken größer, erst recht wenn dann auch noch der Duft nach etwas frisch Gebackenem die Wohnung füllt. So kann man „goldenen Herbst” auch interpretieren. Der Kuchen, der zu so einer Stimmung passt, sollte weder beim Einkaufen noch beim Backen übermäßig viel Gedanken beanspruchen. Natürlich gibt es ungefähr eine Million Rezepte für unkomplizierte Apfelkuchen, jeder von ihnen der einfachste und der beste, deshalb beschränke ich mich bei diesem Rezept darauf, zu sagen: Er ist schnell angerührt und eine gefühlte Ewigkeit im Ofen, dafür aber sehr saftig und vor allem intensiv apfelig - die Äpfel sind obendrauf und im Teig. Den fertigen Kuchen kann man am Tisch von hübschem Porzellan verzehren, aber auch im Stehen ein Stück absäbeln und von einer Papierserviette essen. Muss ein Apfelkuchen mehr können? Apfelkuchen - dürfen Rosinen hinein?Über Rosinen im Apfelkuchen kann man lange diskutieren, hier sind keine drin, aber es spricht nichts dagegen, 50 Gramm Rosinen unter den Teig zu heben, schon gar nicht, wenn sie die vorher 20 Minuten in Rum oder Zitronensaft eingeweicht haben. Oder aber etwas geriebenes Marzipan unter den Teig zu rühren. Vielleicht müssen Sie beides ausprobieren. Vielleicht sogar beides mehrmals. Schlagsahne und Kakao dazu sind optional, verstärken aber das zu-Gast-bei-Oma-Gefühl. Zutaten 80 g Butter 120 g Zucker 150 g Ricotta 2 Eier 1 TL Vanille-Extrakt 200 g Mehl 1 1/2 TL Backpulver 1 EL abgeriebene Orangenschale 100 g gehobelte Mandeln 8 kleine oder 5 große Äpfel, ca 800 g 50 g Quittengelee oder Aprikosenmarmelade zum BestreichenZubereitung Den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Den Boden einer Springform mit 24-26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, die Seiten mit Butter einfetten und dann den Boden mit 2 EL Mandelblättchen bestreuen. Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührers schaumig schlagen. Nacheinander die Eier, den Ricotta und den Vanilleextrakt dazugeben und anschließend jedes Mal gut vermischen. In einer kleinen Schale Mehl, Backpulver und Salz mischen und mit der Orangenschale zu den feuchten Zutaten geben. Schnell untermischen, der Teig wird sehr dick sein. Die Hälfte der restlichen Mandelblättchen unterheben. Einen kleinen oder einen halben großen Apfel (100 g) schälen und in kleine Stücke schneiden und ebenfalls unter den Teig heben. Den Teig in die vorbereitete Form gießen und glatt streichen. Die restlichen Äpfel schälen, halbieren und entkernen. Die Apfelhälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brett legen und in ca 3 mm dicke Scheiben schneiden. Anschließend die Apfelhälften leicht auffächern und auf dem Kuchen verteilen. Es darf ruhig voll werden, das Obst wird beim Backen noch schrumpfen. Mit den restlichen Mandelblättchen bestreuen und im vorgeheizten Backofen 55-65 Minuten backen, bis ein in die Mitte des Kuchens gepikstes Holzstäbchen sich sauber herausziehen lässt. Die Form aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten lang ruhen lassen. In dieser Zeit in einem kleinen Topf Quittengelee oder Aprikosenmarmelade erhitzen und den noch warmen Kuchen damit bestreichen. Anschließend den Kuchen mit einem scharfen Messer vom Rand lösen, aus dem Form nehmen und auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen.