Er hätte den Wettkampf locker ausklingen lassen können. Sein erster Wurf beim Diamond-League-Finale in Zürich war schon so gut gelungen, dass ihm der Sieg kaum noch zu nehmen war: 91,37 Meter. Aber Julian Weber wollte austesten, was bei ihm noch möglich ist. Knapp fünf Sekunden dauert es, bis der Speer im Rasen einsticht. Weber reckt nur den Zeigefinger in die Höhe, als er das Resultat sieht. 91,51 Meter, persönliche Bestweite, die ihn bei der Leichtathletik-WM zum Favoriten auf die Goldmedaille macht.