Julian Weber hätte sich einfach hinsetzen und einen Drink bestellen können. Einfach die Beine hochlegen und genießen – wobei er Letzteres beim Speerwerfen gerade ohnehin tut. Sein erster Speer beim Diamond-League-Finale in Zürich war schon so weit geflogen, dass er gar nicht mehr hätte weiterwerfen müssen: 91,37 Meter, persönliche Bestweite und ein sicheres Zeichen, dass er gerade weiß, was er tut. Also trommelte sich Weber auf die Brust, schrie die Freude heraus. Niemand hatte zu diesem Zeitpunkt in diesem Jahr weiter geworfen als er. Doch dann kam ... ein noch besserer Julian Weber.

Und der schickte im zweiten Versuch den Speer auf eine Reise von 91,51 Metern. Diesmal: nur ein Lächeln im Gesicht des Deutschen. Der Genuss? Ein stiller.

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