PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastGrün in der Großstadt – wie Natur unsere Psyche stärktVeröffentlicht am 03.09.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/dpa/Jens KalaeneGrünflächen sind nicht nur Erholungsorte, sondern wirken tief in unsere Biologie hinein. Studien zeigen, dass sie Stresshormone senken, die Psyche stabilisieren und sogar das Risiko für Depressionen oder Angststörungen verringern können. Doch auch die Luftqualität spielt eine Rolle – Feinstaub kann diese Vorteile erheblich mindern.Außerdem geht es um die Frage, wie man eigentlich am besten schläft, wenn die Sommernächte so heiß sind, dass man kaum zur Ruhe kommt: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Frage, wie Natur unser psychisches Wohlbefinden beeinflusst. Gesprächspartner ist Professor Dr. Mazda Adli, Psychiater und Stressforscher an der Charité Berlin sowie Chefarzt der Fliedner Klinik. Er untersucht, wie Stadtstrukturen und Grünräume auf das Gehirn wirken und warum Natur eine schützende Wirkung entfaltet. Wie Natur Stress im Gehirn abfedertMenschen, die in der Stadt leben, haben ein höheres Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Schizophrenie. Eine Erklärung liegt im sogenannten Stadtstress: Stress durch Menschenmengen und sozialer Isolation können belastend wirken. Um die Mechanismen besser zu verstehen, wird in Berlin eine „emotionale Stadtkarte“ erstellt. Bürgerinnen und Bürger teilen über eine App ihre Stimmung, sodass erforscht werden kann, welche Orte Stress verstärken oder abmildern.Dabei zeigt sich: Je mehr Grünflächen in Wohnnähe vorhanden sind, desto stärker aktivieren sich stressregulierende Areale im Gehirn – sogar dann, wenn die Betroffenen die Flächen gar nicht bewusst wahrnehmen. Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren belegen zudem, dass Menschen, die im Grünen spazieren gehen, deutlich weniger Aktivität im Mandelkern zeigen, einem Hirnareal, das Bedrohung und Angst verarbeitet.Grün wirkt bis in die Gene Schon ein zwanzigminütiger Aufenthalt im Park kann den Cortisolspiegel senken. Langfristig reduziert Nähe zu Grünflächen das Depressionsrisiko und führt zu geringerer Verschreibung von Psychopharmaka. Selbst epigenetische Effekte sind nachweisbar: Lebt eine Schwangere nahe einer Grünfläche, hinterlässt das Spuren in der genetischen Ausstattung ihres Kindes.Neben den positiven Einflüssen spielt auch die Luftqualität eine entscheidende Rolle. Hohe Feinstaubbelastung schwächt die stressabpuffernden Areale im Gehirn und erhöht das Risiko für Depressionen oder Demenz. Damit wird deutlich: Natur hilft nicht nur subjektiv beim Entspannen, sie schützt messbar vor den Folgen urbanen Stresses – bis hinein in unsere Biologie.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Grün in der Großstadt – wie Natur unsere Psyche stärkt - Podcast - WELT
Grünflächen sind nicht nur Erholungsorte, sondern wirken tief in unsere Biologie hinein. Studien zeigen, dass sie Stresshormone senken, die Psyche stabilisieren und sogar das Risiko für Depressionen oder Angststörungen verringern können. Doch auch die Luftqualität spielt eine Rolle – Feinstaub kann diese Vorteile erheblich mindern.






