PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastHautkrankheiten & Psyche: Warum Stress unter die Haut gehtStand: 13.05.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Zoonar/Dmitrii MarchenkoHautkrankheiten können sich in belastenden Phasen verschlimmern. Dahinter steckt eine enge Verbindung zwischen Haut, Nervensystem und Immunsystem. Weshalb Hautärzte psychische Belastungen deshalb stärker mitdenken sollten, erklärt eine Dermatologin.Außerdem geht es in dieser Folge um Blähungen und darum, wie oft Pupsen eigentlich normal ist. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um den Zusammenhang zwischen Haut, Stress und Psyche. Im Gespräch mit der Dermatologin und Psychoneuroimmunologin Prof. Eva Peters wird deutlich: Unsere Haut ist eng mit dem Nervensystem und dem Immunsystem verknüpft – und reagiert deshalb sensibel auf psychische Belastungen.Die Haut ist ein Teil des ImmunsystemsDie Haut schützt den Körper nicht nur vor äußeren Einflüssen, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der Immunabwehr. In ihr sitzen besonders viele Immunzellen, die Krankheitserreger oder Schadstoffe erkennen und bekämpfen. Gleichzeitig ist die Haut dicht mit Nervenfasern vernetzt, die ständig mit dem Gehirn kommunizieren.Diese Verbindung funktioniert in beide Richtungen: Die Haut meldet Reize wie Hitze, Kälte oder Verletzungen ans Gehirn. Umgekehrt sendet das Gehirn Signale zurück, die Immunreaktionen direkt in der Haut beeinflussen können. Dadurch entsteht eine Art Kommunikationssystem zwischen Psyche, Nervensystem und Immunabwehr.Warum Stress Hautkrankheiten verschlimmern kannUnter Stress wird diese Verbindung besonders aktiv. Der Körper versetzt sich in Alarmbereitschaft, Immunreaktionen laufen schneller und stärker ab. Bei chronischem Stress verändert sich die Haut sogar langfristig: Neue Nervenfasern wachsen ein und verstärken die Kommunikation mit den Immunzellen.Dadurch können Entzündungsreaktionen deutlich heftiger ausfallen. Menschen mit Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Vitiligo reagieren deshalb oft empfindlicher auf Stress. Je nach Erkrankung spielen unterschiedliche Immunprozesse eine Rolle. Während bei Neurodermitis eher chronischer Stress problematisch ist, können bei Schuppenflechte akute Belastungen Schübe auslösen.Auch Autoimmunreaktionen scheinen unter Stress leichter zu entstehen. Dabei greift das Immunsystem körpereigene Zellen an, weil sie fälschlicherweise als fremd erkannt werden.Psychische Belastungen werden oft übersehenMenschen mit chronischen Hautkrankheiten leiden häufiger unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Trotzdem werden diese Belastungen in der dermatologischen Versorgung bislang oft nicht ausreichend berücksichtigt.In der Psychodermatologie versucht man deshalb, Haut und Psyche gemeinsam zu betrachten. Ziel ist es, nicht nur die sichtbaren Symptome zu behandeln, sondern auch psychische Belastungen früh zu erkennen. Fachleute fordern dafür einfachere Screening-Verfahren und bessere Vernetzung zwischen Dermatologie und psychologischer Versorgung.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Hautkrankheiten & Psyche: Warum Stress unter die Haut geht - WELT
Hautkrankheiten können sich in belastenden Phasen verschlimmern. Dahinter steckt eine enge Verbindung zwischen Haut, Nervensystem und Immunsystem. Weshalb Hautärzte psychische Belastungen deshalb stärker mitdenken sollten, erklärt eine Dermatologin.








