PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastBoreout: Wenn Langeweile krank machtVeröffentlicht am 28.08.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Westend61/ANTHONY PHOTOGRAPHYDu sitzt im Büro – und die Zeit scheint nicht zu vergehen. Die Aufgaben wirken monoton, deine Arbeit erscheint dir bedeutungslos. Wenn dieser Zustand anhält, kann daraus ein Boreout entstehen. Dieses „Ausbrennen vor Langeweile“ gilt als das Gegenstück zum Burnout – und kann die Gesundheit erheblich belasten.Außerdem klären wir in dieser Folge, warum Hunde feuchte Nasen haben. Hier können Sie die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um Boreout – ein Zustand, in dem anhaltende Unterforderung und fehlende Sinnhaftigkeit Arbeiterinnen und Arbeiter psychisch belasten können. Psychiater Prof. Jörg Wolstein von der Universität Bamberg, erklärt, was Boreout vom Burnout unterscheidet und welche Auswirkungen es haben kann. Ursache und Wirkung von einem BoreoutIm Gegensatz zum Burnout, das durch Überlastung entsteht, ist Boreout anhaltende Unterforderung: die Arbeit wird als sinnlos erlebt, die Aufgaben erscheinen langweilig oder unter dem eigenen Niveau. Das wiederum kann erschöpfende Symptome hervorrufen – Konzentrationsprobleme, Antriebslosigkeit oder emotionale Distanz gegenüber dem Umfeld – ähnlich wie beim Burnout. Entscheidend ist dabei nicht nur der objektive Arbeitsinhalt, sondern auch die subjektive Wahrnehmung der Betroffenen.Boreout bleibt häufig unerkannt. Beschäftigte äußern ihre Unterforderung selten – aus Angst, erfasst und belangt zu werden. Stattdessen tarnt man Langeweile manchmal etwa durch unnötiges Ordnen von Aufgaben, um zumindest beschäftigt zu wirken. Ein erhöhtes Risiko besteht dort, wo wenig soziale Interaktion stattfindet – etwa in räumlicher Isolation oder im Homeoffice.Stress durch Langeweile: Gesundheitlich bedenklich Langeweile ist kein harmloser Zustand: Sie kann als Stress erlebt werden, wenn keine Lösung in Sicht ist. So entstehen psychische Folgeerscheinungen – bis hin zu Depressionen, wenn die Situation dauerhaft anhält. Betroffene sollten offen den Dialog suchen und Entwicklungsmöglichkeiten oder Aufgaben mit Sinn anregen. Anerkennung spielt eine wichtige Rolle: selbst kleine Rückmeldungen können Motivation und Zugehörigkeit stärken. Wenn psychische Symptome bereits präsent sind, empfehlen sich medizinische Anlaufstellen – etwa Hausärztinnen und Hausärzte, Psychotherapeutinnen oder psychiatrische Fachkräfte.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.