PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastUnsichtbare Last – Was wir gegen zu viel Mental Load tun könnenVeröffentlicht am 29.07.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Westend61/Westend61/Roman MärzingerUnzählige Aufgaben, aber nur ein Kopf, der an alles denkt – das ist Mental Load. Eine Expertin erklärt, warum diese unsichtbare Belastung nicht nur stresst, sondern auch Beziehungen und Karrieren beeinflusst. Und sie gibt Tipps, was wir gegen zu viel Mental Load machen können.Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, ob wir auch mit offenen Augen schlafen können.Hier können Sie die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um den Mental Load. Zu Gast ist die Bestseller-Autorin, Bloggerin und Podcasterin Patricia Cammarata, die unter anderem das Buch „Raus aus der Mental Load Falle“ geschrieben hat. Anders als körperlicher Stress ist Mental Load keine unmittelbare Reaktion auf eine akute Belastung, sondern eine dauerhafte geistige Anspannung. Wer alleinverantwortlich dafür ist, an alles zu denken – von Kindergeburtstagen über Kita-Wechselsachen bis hin zur Urlaubsplanung – gerät schnell an seine Belastungsgrenzen. Häufig trifft das vor allem Frauen, was laut Cammarata mit tief verankerten Rollenbildern zusammenhängt: Schon in der Kindheit lernen Mädchen, für andere da zu sein.Sozialisation statt GleichberechtigungDiese Muster sind hartnäckig. Selbst wenn moderne Partnerschaften Gleichberechtigung betonen, bleiben oft unterschiedliche Bewertungen bestehen: Während ein Vater mit organisatorischen Lücken als liebevoll und engagiert wahrgenommen wird, wird eine Mutter in derselben Situation als überfordert angesehen. Das verstärkt den Druck, alles im Griff haben zu müssen – und führt dazu, dass viele Frauen ihren Alltag mit großer Genauigkeit managen.Mit Perfektionismus hat das wenig zu tun, betont Cammarata. Vielmehr handelt es sich um erlernte Strategien aus Erfahrung. Wer etwa einmal das Lieblingskuscheltier vergessen hat, weiß, wie schnell eine Kleinigkeit den Familienfrieden gefährden kann.Karrierebremse und BeziehungskillerMental Load wirkt sich auch auf berufliche Chancen aus. Frauen reduzieren eher ihre Arbeitszeit, meiden Führungspositionen oder haben weniger Spielraum für berufliches Networking – oft, weil sie im Hintergrund Familienarbeit koordinieren. Auch in der Partnerschaft entstehen Ungleichgewichte: Wenn eine Person die „Geschäftsführung“ übernimmt und die andere nur To-do-Listen abarbeitet, leidet die Beziehung unter strukturellem Ungleichgewicht.Wie Paare das ändern können? Indem nicht nur Aufgaben, sondern ganze Denkprozesse delegiert werden. Tools wie der Mental-Load-Test vom Equal-Care-Day helfen dabei, diese unsichtbare Arbeit sichtbar zu machen – und so den Alltag fairer zu gestalten. Welche konkreten Strategien dabei helfen, erklärt Patricia Cammarata in der Folge im Detail.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.