PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastWenn Einsamkeit krank machtVeröffentlicht am 16.10.2025Lesedauer: 3 MinutenEinsamkeit betrifft Menschen aller Altersgruppen – und sie kann krank machen. Forschende zeigen, dass dauerhaftes Alleinsein das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Demenz erhöht. Doch es gibt Wege, diesem Gefühl zu begegnen.Außerdem geht es um die Frage, ob wir uns wirklich erkälten, wenn wir mit nassen Haaren aus dem Haus gehen. Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Frage, warum Einsamkeit nicht nur seelisch, sondern auch körperlich belastend ist – und was man dagegen unternehmen kann.Der Psychiater und Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, erklärt, welche gesundheitlichen Folgen Einsamkeit hat und was man dagegen tun kann.Wenn soziale Nähe fehlt, leidet auch der KörperEinsamkeit ist kein bloßes Gefühl der Stille, sondern das Empfinden eines Mangels: ein Missverhältnis zwischen den sozialen Kontakten, die man hat, und denen, die man sich wünscht. Sie kann alle treffen – ältere Menschen nach dem Verlust des Partners ebenso wie Jugendliche, die sich trotz ständiger digitaler Vernetzung isoliert fühlen.Im Gehirn wirkt Einsamkeit ähnlich wie Schmerz. Forschende gehen davon aus, dass dieses Gefühl als Warnsignal dient – ähnlich wie körperlicher Schmerz darauf hinweist, dass etwas nicht stimmt. Es soll Menschen dazu bewegen, wieder soziale Nähe zu suchen, weil Gemeinschaft für das menschliche Überleben essenziell ist.Doch wenn Einsamkeit anhält, wird sie selbst zum Risiko. Studien zeigen, dass dauerhaft einsame Menschen ein um etwa 25 Prozent erhöhtes Sterberisiko haben. Die Folgen reichen von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu psychischen Leiden wie Depressionen oder Demenz. Forschende vergleichen die gesundheitlichen Auswirkungen von Einsamkeit mit dem Konsum von 15 Zigaretten pro Tag – ein deutliches Zeichen dafür, wie gravierend das Problem ist.Wie digitale Kontakte helfen – und wo sie an Grenzen stoßenSoziale Medien können Einsamkeit sowohl mildern als auch verstärken. Während sie während der Pandemie halfen, den Kontakt zu anderen zu halten, ersetzen sie langfristig keine Begegnungen im echten Leben. Besonders hilfreich sind Kommunikationsformen, bei denen mehrere Sinne angesprochen werden – etwa Videoanrufe statt reiner Textnachrichten. Entscheidend ist, dass überhaupt soziale Interaktion stattfindet, selbst wenn sie digital ist.Wer sich einsam fühlt, sollte versuchen, aktiv unter Menschen zu gehen – auch ohne direkten Kontakt. Schon ein Spaziergang durch belebte Straßen, der Besuch eines Cafés oder die Teilnahme an Vereinsaktivitäten können helfen. Gemeinschaften, in denen man gemeinsam etwas unternimmt, ohne dass die soziale Interaktion im Vordergrund steht – etwa Sport- oder Gesangsvereine – fördern schrittweise neue Verbindungen.Auch ehrenamtliches Engagement oder lokale Treffpunkte wie Seniorencafés oder Jugendzentren können dazu beitragen, wieder Nähe zu erleben und das Gefühl sozialer Zugehörigkeit zu stärken.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.