Es war offenbar kein Coronaphänomen: Auch Jahre nach der Pandemie fühlen sich Studien zufolge vor allem jüngere Menschen einsam. Expertinnen und Experten sprechen von »anhaltender psychosozialer Belastung«.
22.06.2026, 16.51 Uhr
Einsamkeit in der Gen Z bleibt hoch (Symbolbild)
Jahre nach der Coronapandemie fühlen sich junge Erwachsene in Deutschland weiterhin einsam, das zeigt eine neue Auswertung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Demnach gaben gut ein Fünftel (rund 21 Prozent) der 21- bis 30-Jährigen bei einer Befragung an, sich stark einsam zu fühlen. In der Altersgruppe der 31- bis 54-Jährigen lag der Anteil bei 14 Prozent.
Die aktuellen Ergebnisse basieren laut dem Bundesinstitut auf der familiendemografischen Studie »Freda« aus dem Winter 2024/25, für die zweimal jährlich rund 30.000 Personen befragt werden. Sie wurden nun anlässlich der Aktionswoche gegen Einsamkeit veröffentlicht. Weil es sich um ein Panel handelt (und nicht eine einmalige Stichprobe) werden dieselben Teilnehmenden immer wieder, also Jahr für Jahr im Frühjahr und im Herbst, befragt. Dadurch lassen sich Entwicklungen und Veränderungen sehr gut nachvollziehen.












