Außerdem geht es um die Rolle von Make-up in Prüfungen oder im Job.Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Viele Menschen fühlen sich verantwortlich für die Gefühle anderer – besonders bei nahestehenden Personen. Das kann innere Unruhe und Schuldgefühle auslösen. Doch emotionale Abgrenzung ist erlernbar – und wichtig für die eigene psychische Gesundheit.In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um emotionale Abgrenzung – also die Fähigkeit, die schlechte Laune anderer nicht automatisch zu den eigenen Problemen zu machen. Die Psychologin Katharina Samoylova erklärt, warum vielen Menschen genau das schwerfällt – und was sie dagegen machen können.Ursprung in der KindheitViele Menschen haben in ihrer Kindheit gelernt, dass sie für die Gefühle anderer verantwortlich sind. Das geschieht häufig in Familien, in denen Eltern ihre Emotionen nicht selbst regulieren konnten und stattdessen das Kind für ihre Stimmungslagen verantwortlich machten. Aussagen wie „Mama ist jetzt enttäuscht von dir“ oder „Papa ist traurig, weil du nicht gehört hast“ verankern in jungen Jahren den Glaubenssatz: Ich bin schuld, wenn andere schlecht gelaunt sind.Im Erwachsenenalter versteht der Verstand zwar oft, dass dies nicht der Realität entspricht. Dennoch reagiert der Körper automatisch – mit Anspannung, Schuldgefühlen oder der Angst, abgelehnt zu werden. Denn das Nervensystem speichert diese früh gelernten Reaktionsmuster. Wer sich dann emotional abgrenzen möchte, stößt auf innere Widerstände.Selbstschutz – nicht emotionale KälteEmotionale Abgrenzung ist ein wichtiger Teil des Selbstschutzes. Sie bedeutet nicht, sich zu verschließen oder gleichgültig zu werden. Im Gegenteil: Wer sich klar abgrenzt, übernimmt Verantwortung für die eigenen Emotionen – und überlässt anderen deren emotionale Zuständigkeit. Dass dies manchmal als „abweisend“ wahrgenommen wird, liegt oft daran, dass das Umfeld bislang davon profitiert hat, dass jemand keine klaren Grenzen gesetzt hat.Warnzeichen für mangelnde Abgrenzung können ständige innere Unruhe, Schuldgefühle oder die Unfähigkeit sein, eine gesetzte Grenze konsequent zu verteidigen. Ein häufiges Muster: Auf den ersten Impuls, sich abzugrenzen, folgt schnell der Rückzieher – aus Angst, jemanden zu enttäuschen.Was hilft, wenn Abgrenzung schwerfällt?Um diese Muster zu durchbrechen, helfen körperorientierte Techniken. Bereits bewusstes Atmen – tief durch die Nase ein- und langsam durch den Mund aus – kann dem Nervensystem signalisieren: Du bist sicher. Auch innere Bilder, etwa das des „inneren Kindes“, können helfen, alte Schuldgefühle zu lösen. Wer sich innerlich sagt: „Ich bin nicht verantwortlich für die Laune anderer“, kann allmählich neue Reaktionsweisen entwickeln.Daneben spielt auch die bewusste Entscheidung eine Rolle, sich Situationen zu entziehen, die regelmäßig negative Stimmung erzeugen – etwa durch räumliche Distanz, ein klärendes Gespräch oder im Extremfall durch einen Arbeitsplatzwechsel. Denn: Die eigene emotionale Gesundheit ist nicht verhandelbar.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Emotionale Abgrenzung lernen – Podcast - WELT
Viele Menschen übernehmen unbewusst Verantwortung für die Gefühle anderer, besonders bei nahestehenden Personen. Ständige Anspannung, Schuldgefühle oder Angst vor Ablehnung können die Folge sein. Wie man lernt, sich emotional besser abzugrenzen.






