Berlin (dpa/bb) - Nach erhobenen Plagiatsvorwürfen bekommt Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) Unterstützung aus ihrer Partei. Sie sei „eine herausragende Justizsenatorin, die für Berlin viel bewegt“, teilte Finanzsenator Stefan Evers mit, der bei der Abgeordnetenhauswahl als Spitzenkandidat der CDU antritt. „Wer sie kennt, weiß, mit welcher Integrität, Ernsthaftigkeit und Professionalität sie ihr Amt ausübt.“„Angesichts der erhobenen Vorwürfe, über deren Ursprung und Motivation ich nicht spekulieren möchte, hat sie proaktiv die Universität Köln um eine Überprüfung der Doktorarbeit gebeten“, betonte Evers weiter. „Dieses Vorgehen unterstütze ich ausdrücklich.“Der Kommunikationswissenschaftler und „Plagiatsjäger“ Stefan Weber hat nach eigenen Angaben mehr als 80 „Plagiatsfragmente“ in Badenbergs Doktorarbeit gefunden und wenige Wochen vor der Wahl ein Gutachten veröffentlicht.Badenberg teilte dazu mit, die Dissertation sei „nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt“. „Ich habe die Universität zu Köln gebeten, meine Dissertation unabhängig und umfassend zu prüfen. Die wissenschaftliche Bewertung einzelner Fundstellen ist Gegenstand dieses Verfahrens“, teilte sie der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.© dpa-infocom, dpa:260820-930-556720/1

In einem Plagiatsgutachten werden über 80 Übereinstimmungen mit anderen wissenschaftlichen Arbeiten dokumentiert. Die Senatorin schweigt zu den Vorwürfen.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Doktorarbeit“. Lesen Sie jetzt „Senatorin bittet Universität nach Plagiatsvorwürfen um Check“.