Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) lässt gegen sie erhobene Plagiatsvorwürfe untersuchen. Mehr als 80 Plagiate hat der selbst ernannte Plagiatsjäger und Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber nach eigenen Angaben in ihrer Doktorarbeit gefunden, wenige Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat er ein Gutachten dazu veröffentlicht. Konkret spricht Weber von »83 Plagiatsfragmenten«.
Eine Prüfung der Vorwürfe steht aus, Badenberg hat sie nun selbst angestrengt. »Die Dissertation wurde nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt«, teilte sie dem SPIEGEL mit. »Ich habe die Universität zu Köln gebeten, meine Dissertation unabhängig und umfassend zu prüfen. Die wissenschaftliche Bewertung einzelner Fundstellen ist Gegenstand dieses Verfahrens.«Zuvor hatten »Berliner Zeitung« und »Tagesspiegel« berichtet. Badenberg hatte ihre Dissertation demnach im Jahr 2005 an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln abgelegt.
Spitzenkandidatin in Charlottenburg-WilmersdorfBadenberg, geboren in Iran, ging ab 1987 in Deutschland zur Schule, später studierte sie Jura und promovierte. Ab 2006 arbeitete sie im Bundesamt für Verfassungsschutz, dort leitete sie den Bereich Rechtsextremismus und Terrorabwehr und kümmerte sich auch um die Beobachtung der AfD als rechtsextremer Verdachtsfall. Außerdem baute sie unter anderem die Cyberabwehr auf. 2022 wurde sie Vizepräsidentin der Behörde – als erste Frau auf diesem Posten.











