Seattle (dpa) - Der iranische Fußballprofi Mehdi Taremi hat den Weltverband FIFA nach der letzten Partie der WM-Gruppenphase wegen der erschwerten Bedingungen für seine Nationalmannschaft scharf kritisiert. „Es ist eine Katastrophen-Weltmeisterschaft“, sagte Iran-Kapitän Taremi nach dem 1:1 gegen Ägypten. Die iranische Nationalmannschaft muss wegen Einreisebeschränkungen für jedes Spiel aus dem WM-Quartier im mexikanischen Tijuana in die USA einreisen und darf nur für kurze Zeiträume vor und nach den Spielen in den Vereinigten Staaten bleiben. Iranische Verbandsvertreter kritisierten die Maßnahmen als Benachteiligung und beklagten zudem, dass mehrere Betreuer und Funktionäre keine US-Visa erhalten hätten. „Das liegt in der Verantwortung der FIFA“, sagte Taremi im WM-Stadion von Seattle. „Sie müssen hier jedes kleine Problem lösen, aber unseres konnten Sie von Anfang an nicht lösen.“Irans Turnierverbleib noch unklar FIFA-Boss Gianni Infantino sei nach der ersten WM-Partie gegen Neuseeland in die Kabine gekommen und habe der iranischen Nationalmannschaft eine Verbesserung der Bedingungen versprochen, berichtete Taremi. Bisher habe sich an den Einreisebedingungen und den Visa-Problemen für die Betreuer jedoch nichts geändert. Der Iran steht am Ende der WM-Vorrunde mit drei Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis auf dem dritten Platz seiner Gruppe. Weil in drei Gruppen die letzten Vorrundenspiele ausstehen, ist noch unklar, ob sich der Iran als einer der besten acht Gruppendritten für das Sechzehntelfinale qualifiziert.© dpa-infocom, dpa:260627-930-293800/1

DANIEL MATTHEWS IN SEATTLE: The team's campaign has been dogged by travel and visa restrictions as well as weeks of mudslinging between Iranian officials and the US authorities.

SEATTLE, June 26 : Iran captain Mehdi Taremi questioned whether his side were welcome at the World Cup, strongly criticising the conditions they are playing under in the United…