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Social Media: Prien für 13 als gesetzliche Altersgrenze

Berlin (dpa) - Familienministerin Karin Prien plant für die Nutzung von Social Media bei Kindern eine Altersgrenze von 13 Jahren. Ausnahmen soll es aber für „nachweislich kindgerechte und risikoarme Angebote“ geben, darunter auch Messenger-Dienste, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Für Teenager zwischen 13 und 18 sollen abgestufte Schutzvorkehrungen gelten. Für eine wirksame Altersüberprüfung setzt sie auf die sogenannte EUDI-Wallet ab 2027. „Ich setze mich dafür ein, dass uns eine europäische Lösung gelingt“, kündigte Prien an. „Für den Fall, dass auf europäischer Ebene keine ausreichenden und zeitnahen Fortschritte erzielt werden, werde ich parallel die notwendigen nationalen Regelungen vorbereiten.“ In jedem Fall wolle sie mit der Gesetzgebung noch dieses Jahr beginnen. In der schwarz-roten Koalition müsse man noch „in die politische Abstimmung“ gehen, sagte die Ministerin. Einen Kompromiss hält sie aber für möglich.56 EmpfehlungenPrien bezog sich auf eine Empfehlung der von ihr eingesetzten Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“. Hintergrund ist die Sorge vor gesundheitlichen Gefahren für Kinder und Teenager, einerseits durch Inhalte wie Pornografie, Hass oder Mobbing, andererseits durch überlange Nutzungszeiten. Aus Sicht der Expertenkommission zeigen etwa 300.000 Jugendliche Suchtverhalten. Die 18 Expertinnen und Experten hatten seit September beraten und der Ministerin jetzt 56 Handlungsempfehlungen vorgelegt. Bei der Frage nach Nutzungsverboten für Kinder oder Jugendliche boten sie zwei unterschiedliche Varianten.Uneins bei AltersgrenzenDie eine Option ist die von Prien bevorzugte - eine „gesetzliche Mindestaltersgrenze von 13 Jahren“ und für die Altersgruppe von 13 bis 18 Jahren „abgestufte Schutzstandards“. „Riskante Funktionen sollen standardmäßig deaktiviert werden“, heißt es dazu.In Option zwei heißt es, man solle auf „eine einheitliche gesetzliche Altersgrenze“ verzichten. Stattdessen solle auf EU-Ebene der Digital Services Act um eine verbindliche Regelung ergänzt werden, „wonach Accounts, Dienste oder einzelne Funktionen für bestimmte Altersgruppen beschränkt werden, sofern von ihnen besondere Wirkungs- oder Nutzungsrisiken ausgehen“, wie es im Expertenbericht heißt. Andere Länder mit härteren VorgabenDie von Prien bevorzugte Lösung läuft auf eine im internationalen Vergleich weiche Beschränkung hinaus: Sie soll nur für Kinder gelten und Ausnahmen zulassen. Australien hatte hingegen die Nutzung von Social Media bis zum Alter von 16 Jahren verboten; ähnliche Verbote auch für Jugendliche werden in Großbritannien und Frankreich sowie anderen EU-Ländern geprüft.Einig ist sich die deutsche Expertenkommission darin: „Für beide Alternativen gilt, dass nationale Alleingänge vermieden werden sollen.“ Zur Begründung heißt es, die relevanten Plattformen böten ihre Dienste grenzüberschreitend an, nationale Vorgaben seien kaum durchzusetzen. Plattformen in die Pflicht nehmenInsgesamt plädieren die Expertinnen und Experten dafür, weniger die Kinder und Jugendlichen in die Pflicht zu nehmen als die Plattformanbieter. Sie empfehlen „einen verbindlichen Katalog sicherer und altersgerechter Voreinstellungen“, die vor allem die Suchtgefahr eindämmen sollen. So sollen keine algorithmisch gesteuerten Feeds oder Empfehlungssysteme mehr möglich sein, keine personalisierte Inhaltsausspielung und keine personalisierte Werbung, keine suchtverstärkenden Endlos-Feeds oder Appelle wie „Deine Freunde warten auf dich“.„Nicht das Kind muss sich an die digitale Welt anpassen, sondern die digitale Welt an das Kind. Kinder- und Jugendliche aus der digitalen Welt auszusperren, ist kein Schutz“, sagte der Kommissionsvorsitzende Olaf Köller. Man müsse sie befähigen, „ihr digitales Leben selbst in die Hand zu nehmen“. Auch Prien betonte, hier warte eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für Bund, Länder, Kommunen, Wissenschaft, Schulen, Jugendhilfe und Familien. Ziel sei eine zukunftsorientierte Gesamtstrategie.Handyverbot an SchulenDie Kommission empfiehlt neben vielen Präventionsmaßnahmen auch ein Verbot für die Nutzung privater Handys in Schulen bis Klasse sieben - im Unterricht und in den Pausen. Prien sagte, dies unterstütze sie schon lange. Sie halte auch einen Konsens der Länder für möglich.Prien sprach sich zudem für eine Änderung im Bürgerlichen Gesetzbuch aus, um dort „die elterliche Medienerziehung familienrechtlich zu verankern“. Vorbild ist die Festschreibung einer „gewaltfreie Erziehung“ im Jahr 2000. Dafür will Prien sich mit Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) abstimmen. Pflichten im JugendschutzHubig unterstützte die Linie, den Anbietern sozialer Netzwerke klare Vorgaben zum Jugendschutz zu machen. „Jede Gaststätte und jedes Kino in Deutschland unterliegt strengen Pflichten zum Jugendschutz.“ Das müsse auch für milliardenschwere Digital-Plattformen gelten. Auch Altersgrenzen könnten ein richtiger Schritt sein, meinte die SPD-Politikerin.Von Lehrerverbänden, Parteien und der Verbraucherzentrale Bundesverband gab es gemischte Reaktionen. Der Verband Bildung und Erziehung zum Beispiel meinte, mit den Empfehlungen sei „ein Verbot vom Tisch“. Der Deutsche Philologenverband begrüßte hingegen den Vorschlag einer gesetzlichen Altersgrenze.© dpa-infocom, dpa:260624-930-274230/3

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Confronto fonti

6 prospettive sulla stessa storia
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sueddeutsche.deStai leggendo13 h fa

Social Media: Prien für 13 als gesetzliche Altersgrenze

Berlin (dpa) - Familienministerin Karin Prien plant für die Nutzung von Social Media bei Kindern eine Altersgrenze von 13 Jahren. Ausnahmen soll es aber für „nachweislich kindgerechte und risikoarme Angebote“ geben,…

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Timeline cronologica

  1. lunedì 22 giugno 2026·heise.de

    Social-Media-Verbot für Jugendliche: Lösungen gefordert, die schnell wirken

    Kurz bevor die Bundesregierung Empfehlungen zum digitalen Jugendschutz vorstellt, fordert eine Initiative ein striktes Social-Media-Mindestalter von 16 Jahren.

  2. lunedì 22 giugno 2026·tagesspiegel.de

    Social-Media-Regeln für Kinder und Jugendliche: Unionsfraktion lehnt eine pauschale Altersgrenze ab

    Die Koalition ist sich einig, dass es neue Regeln für den Umgang mit TikTok und Co. braucht. Während die SPD eine strikte Altersgrenze befürwortet, präsentiert die Union nun einen…

taz.de
tagesschau.de
17 h fa

Experten fordern mehr Schutz für Kinder auf Social Media

Die Expertenkommission der Bundesregierung empfiehlt ein umfangreiches Paket zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz. Familienministerin Prien plädiert für eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren. Von P.…

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heise.de14 h fa

Mehr als Mindestalter: Was die Prien-Kommission empfiehlt

Mit vielen Empfehlungen soll der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz verbessert werden – aber das Mindestalter ist nicht vom Tisch.

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zeit.de3 h fa

Anpassung statt Verbote: Social-Media-Altersgrenze 13? Experten sehen bessere Hebel

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Anpassung statt Verbote“. Lesen Sie jetzt „Social-Media-Altersgrenze 13? Experten sehen bessere Hebel“.

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tagesspiegel.de16 h fa

Priens Kommission legt Ergebnisse vor: Experten sind gegen hartes Social-Media-Verbot für Jugendliche

Eine Expertenkommission fordert strengere Regeln für Plattformen, aber kein pauschales Social-Media-Verbot für Jugendliche zwischen 13 und 18. Für die Handynutzung in der Schule gibt es aber einen weitreichenden…

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welt.de15 h fa

So sollen Kinder vor Schäden durch Smartphones bewahrt werden – ab dem Baby-Alter - WELT

Die von Bildungsministerin Prien (CDU) eingesetzte Expertenkommission legt mehr als 50 Vorschläge vor, um Kinder und Jugendliche vor Gefahren im Netz zu schützen. Darunter finden sich ein Handynutzungsverbot an Schulen…

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  • lunedì 22 giugno 2026·sueddeutsche.de

    Unionsfraktion für variable Altersgrenze in sozialen Medien

    Berlin (dpa) - Die Unionsfraktion im Bundestag will variable Altersgrenzen für verschiedene Social-Media-Plattformen einführen. „Wir wollen das im Herbst auf den Weg bringen.…

  • martedì 23 giugno 2026·zeit.de

    Altersbeschränkung für soziale Medien: Ein Social-Media-Verbot schützt Kinder

    Insta oder TikTok schaden der Gesundheit, die Evidenz wird immer klarer. Andere Länder haben schon längst Grenzen gesetzt. Was für ein Mindestalter spricht.

  • martedì 23 giugno 2026·zeit.de

    Soziale Netzwerke und Kinder: Als würde man Google verbieten, weil das Internet gefährlich ist

    TikTok und Co. sind nichts für Kinder. Daraus ergibt sich aber nicht, dass man es ihnen verbieten sollte. Was gegen eine Altersbeschränkung spricht.

  • mercoledì 24 giugno 2026·welt.de

    TikTok und Co: Social-Media-Verbot für Kinder bis 13 geplant - WELT

    Monatelang beriet eine Expertenkommission über «Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt». Jetzt legt sie Handlungsempfehlungen vor. Die Regierung wartet darauf.

  • mercoledì 24 giugno 2026·tagesschau.de

    Expertenkommission zu Social Media legt Empfehlungen vor

    Heute legt die Expertenkommission der Bundesregierung ihre Empfehlungen zum Kinder- und Jugendschutz im Netz vor. SPD und Union haben schon vorher ihre Positionen festgelegt. Was…

  • mercoledì 24 giugno 2026·spiegel.de

    (S+) Verbot von Social Media für Jugendliche? Karin Prien stellt ihren Plan vor

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  • mercoledì 24 giugno 2026·zeit.de

    Handynutzung: Familienministerin fordert altersgerechte Handy-Nutzung für Kinder

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  • mercoledì 24 giugno 2026·zeit.de

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    Statt eines einfachen Social-Media-Verbots setzt Karin Prien auf eine altersgerechte Mediennutzung. Heute erhält die Ministerin dazu Empfehlungen der Expertenkommission.

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    Experten fordern mehr Schutz für Kinder auf Social Media

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  • mercoledì 24 giugno 2026·welt.de

    Kommission präsentiert Vorschläge: So sollen Kinder vor Schäden durch Smartphones bewahrt werden – ab dem Baby-Alter - WELT

    Die von Bildungsministerin Prien (CDU) eingesetzte Expertenkommission legt mehr als 50 Vorschläge vor, um Kinder und Jugendliche vor Gefahren im Netz zu schützen. Darunter finden…

  • mercoledì 24 giugno 2026·zeit.de

    Kinder und Jugendliche: Social Media: Prien für 13 als gesetzliche Altersgrenze

    Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kinder und Jugendliche“. Lesen Sie jetzt „Social Media: Prien für 13 als gesetzliche Altersgrenze“.

  • mercoledì 24 giugno 2026·zeit.de

    Digitaler Jugendschutz: »Unser Ziel ist, die Zeit in den sozialen Medien zu reduzieren«

    Soziale Medien ohne Like-Button, kein Handy bis Klasse 7 – das fordert jetzt ein Expertengremium. Hier verteidigt der Vorsitzende der Kommission die Vorschläge.

  • mercoledì 24 giugno 2026·faz.net

    Social-Media-Empfehlungen: Expertenkommission will KI-Seepferdchen

    Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission definiert digitalen Kinder- und Jugendschutz als Trias aus Schutz, Befähigung und Teilhabe. Ein Social-Media-Verbot lehnt sie ab.

  • mercoledì 24 giugno 2026·faz.net

    Social-Media-Regulierung: Expertenkommission setzt falsche Prioritäten

    Die Expertenkommission der Bildungsministerin will Kinder vor Tiktok und Co. schützen – durch Elternschulungen, Lehrerfortbildungen, Regulierung. Das dauert zu lange. Wie wäre es…

  • mercoledì 24 giugno 2026·zeit.de

    Social-Media-Verbot: Bundesfamilienministerin für 13 als Altersgrenze bei Social Media

    Um Kinder im Umgang mit Sozialen Medien zu schützen, will Familienministerin Karin Prien eine Altersgrenze. Eine Expertenkommission empfiehlt zwei Alternativen.

  • mercoledì 24 giugno 2026·taz.de

    Ex­per­tenkom­mis­si­on zu Social Media: Altersgrenze bleibt weiter offen

    Ein Social-Media-Verbot bis 13 – oder eine „risikobasierte“ Bewertung von Anbietern? Bildungsministerin Prien (CDU) ist für Altersgrenze 13 Jahre.

  • mercoledì 24 giugno 2026·tagesspiegel.de

    Priens Kommission legt Ergebnisse vor: Experten sind gegen hartes Social-Media-Verbot für Jugendliche

    Eine Expertenkommission fordert strengere Regeln für Plattformen, aber kein pauschales Social-Media-Verbot für Jugendliche zwischen 13 und 18. Für die Handynutzung in der Schule…

  • mercoledì 24 giugno 2026·welt.de

    So sollen Kinder vor Schäden durch Smartphones bewahrt werden – ab dem Baby-Alter - WELT

    Die von Bildungsministerin Prien (CDU) eingesetzte Expertenkommission legt mehr als 50 Vorschläge vor, um Kinder und Jugendliche vor Gefahren im Netz zu schützen. Darunter finden…