In dieser Woche will Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) die Ergebnisse der im vergangenen Jahr eingesetzten Kommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ vorstellen – genau genommen am 24. Juni. Da sich im Vorlauf zu diesem Termin schon die Bildungsministerkonferenz (BMK) und auch der Deutsche Ethikrat zu der Frage geäußert haben, ob es für Jugendliche bis 16 Jahre ein Social-Media-Verbot geben sollte, und diese jeweils Abstand von einem strengen Verbot nahmen, hat die Elterninitiative „Smarter Start ab 14“ einen offenen Brief an die Bundesregierung veröffentlicht. In diesem fordert sie ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung sozialer Medien. Andere Lösungsansätze würden zu viel Zeit verstreichen lassen, bis heutige Jugendliche von Schutzmaßnahmen profitieren könnten.
Wie die Initiative in ihrem offenen Brief argumentiert, seien digitale Medien – allen voran Social Media – ein bedeutsamer Treiber einer Krise der psychischen Gesundheit junger Menschen. Die Initiative unterstützt ausdrücklich Maßnahmen wie Medienkompetenzförderung, Safety by Design, Altersverifikation und ein Verbot manipulativer Designmechanismen – sogenannter Dark Patterns. Da deren flächendeckende Umsetzung jedoch Jahre in Anspruch nehmen werde, sei ein pauschales Mindestalter von 16 Jahren als „sofort wirksame Schutzmaßnahme“ nötig. Laut der Initiative könne ein solches Verbot Risiken reduzieren, Familien stärken und den sozialen Druck zum frühen Einstieg in Social Media verringern. Hierzu hatte die Initiative bereits 2025 eine Petition gestartet, die auch zu einer Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages führte.













