Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen soll nach den Plänen von CDU und CSU schon in den kommenden Monaten eine Altersgrenze für soziale Medien beschlossen werden. Deutschland dürfe nicht auf eine mögliche EU-Regelung warten, zitiert die "Augsburger Allgemeine“ die stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Anja Weisgerber.„Wir wollen das im Herbst auf den Weg bringen. Kinder und Jugendliche müssen in der digitalen Welt geschützt werden“, so die CSU-Politikerin. Die Studienlage sei eindeutig, betonte sie: "Soziale Medien sind eine ernsthafte Herausforderung für Bildung, Gesundheit und Jugendschutz“. SPD hat andere Vorschläge Die CSU-Politikerin hat das Social-Media-Konzept der Union laut der „Augsburger Allgemeinen“ maßgeblich erarbeitet. Im Kern sieht dieses kein allgemeines Mindestalter für die Nutzung von Instagram, TikTok und YouTube vor, sondern eine spezifische Altersgrenze für jede Plattform. Weisgerber sagt: „Wir müssen unsere Kinder schützen und ihnen trotzdem den Zugang zu den sozialen Medien ermöglichen, aber eben altersgerecht.“Grundsätzlich ist sich die schwarz-rote Koalition in Berlin einig, neue Maßstäbe für die Nutzung sozialer Netzwerke festzulegen. Während die Unionsfraktion nun allerdings pauschale Altersgrenzen ablehnt und stattdessen auf Risiken basierende Altersvorgaben setzt, fordert die SPD-Fraktion in einem Positionspapier ein vollständiges Verbot von Social-Media-Plattformen für Kinder unter 14 Jahren.Für Jugendliche bis 16 Jahre soll nach Plänen der SPD eine verpflichtende Jugendversion der Plattformen gelten. Unter anderem soll es dort keine algorithmisch gesteuerten Feeds und Empfehlungssysteme geben und auch keine personalisierte Inhalteausspielung.Die von Familienministerin Karin Prien (CDU) eingesetzte Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ soll ihre Handlungsempfehlungen zur Nutzung von Sozialen Medien am kommenden Mittwoch vorlegen.Die Ergebnisse der Expertengruppe sollen als Grundlage für neue gesetzliche Regelungen dienen. (Tsp)