Hamburg (dpa) - Die Innenminister von Bund und Ländern sind mit einer vor allem auf Fragen der zivilen Verteidigung fokussierten Tagesordnung in ihre Frühjahrskonferenz gestartet. Nachdem die irreguläre Migration zuletzt deutlich abgenommen hat, steht das Thema Asylpolitik diesmal bei der Innenministerkonferenz (IMK) nicht so stark im Vordergrund. Der Fokus des dreitägigen Treffens in Hamburg liegt diesmal stärker auf Fragen des Katastrophen- und Zivilschutzes - auch wegen möglicher Bedrohungsszenarien mit Blick auf Russland.Fahrplan bis 2029 soll festgezurrt werdenDer IMK-Vorsitzende, Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), sagte, die Schaffung neuer Kooperationsplattformen zur Abwehr von hybriden Bedrohungen und Drohnenangriffen seien in den vergangenen Monaten wichtige Schritte gewesen. Nun müssten diese ihre „operative Leistungsfähigkeit“ unter Beweis stellen. Wenn Deutschland 2029 als Land insgesamt vorbereitet sein wolle, brauche es einen klaren „Bund und Länder übergreifenden Fahrplan“ für den Zivilschutz und eine enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Dabei gehe es auf der zivilen Seite um die Unterstützung der Streitkräfte im Verteidigungsfall, Schutz und Versorgung der Bevölkerung und die Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit von Staat und Regierung.Unter hybrider Kriegsführung versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. Dazu zählen auch Cyberattacken und die Beeinflussung der öffentlichen Meinung - etwa vor Wahlen. Meist wird versucht, die Urheberschaft solcher Aktionen zu verschleiern, auch durch die Beauftragung sogenannter Wegwerf-Agenten. Darunter versteht man Handlanger, die teilweise gar nicht wissen, dass ihr Auftraggeber ein ausländischer Geheimdienst ist. Zukunft syrischer FlüchtlingeWeitere Themen der Konferenz sind unter anderem Maßnahmen gegen Gewalt im Umfeld von Fußballspielen und die Zukunft der syrischen Geflüchteten in Deutschland. Dabei geht es sowohl um Bleibeperspektiven für gut integrierte syrische Flüchtlinge als auch um Abschiebungen von Straftätern in das arabische Land. Diese hat es bislang nur sehr vereinzelt gegeben. Einige Länderminister wünschen sich hier mehr Engagement von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).Tschentscher: Kokain-Kartellen das Handwerk legenHamburgs Bürgermeister, Peter Tschentscher (SPD), rief die Innenministerinnen und Innenminister in seiner Begrüßungsrede auf, bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität nicht nachzulassen. Für Hamburg als Hafenstadt sei es enorm wichtig, kolumbianischen Kokain-Kartellen das Handwerk zu legen.Die Menschen hätten in der Regel nicht Angst vor Videoüberwachung im öffentlichen Raum, sondern davor, nicht sicher nachts nach Hause zu kommen.© dpa-infocom, dpa:260617-930-239807/1

Die deutschen Innenminister treffen sich zu ihrer nächsten Konferenz, die im Zeichen des Zivil- und Bevölkerungsschutzes stehen wird. Dem Thüringer Innenminister geht es dabei…

Hamburg (dpa) - In die turnusmäßigen Treffen der Innenministerkonferenz (IMK) werden künftig auch das Verteidigungsministerium und die Bundeswehr eingebunden. „Innere Sicherheit…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Innere Sicherheit“. Lesen Sie jetzt „Verteidigungsminister bei Innenministerkonferenz“.

Wie reagiert Deutschland auf hybride Bedrohungen? Diese Frage wird auch auf der Innenministerkonferenz in Hamburg besprochen. Künftig mit am Tisch: die Bundeswehr.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vor der Innenministerkonferenz“. Lesen Sie jetzt „Maier sieht Handlungsbedarf beim Zivilschutz“.

Hamburg (dpa) - Bundesinnenminister Alexander Dorbrindt hofft bei der Vorbereitung auf Krisenfälle auf eine engere Verzahnung von Bund und Ländern im Zivil- und…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vor Bund-Länder-Treffen“. Lesen Sie jetzt „Innenminister: Hürden für Abschiebung von Straftätern senken“.

Der Chef der Innenministerkonferenz fordert: Straffällige Flüchtlinge sollen unabhängig vom Herkunftsland leichter abgeschoben werden. Wo er dabei ansetzen will.

Migrationspolitik wird eines der Themen der heute beginnen Innenministerkonferenz sein. Hamburgs Innensenator Grote forderte im Vorfeld, die Hürden für die Abschiebung…

Hamburg (dpa) - Bei ihrer Frühjahrskonferenz wollen die Innenminister von Bund und Ländern über Maßnahmen gegen Sozialbetrug und den Umgang mit gewalttätigen Kindern beraten. Auch…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bund-Länder-Treffen“. Lesen Sie jetzt „Innenministerkonferenz: Kriminelle Kinder und Sozialbetrug“.

Mehr Gewalt durch Kinder, Sozialleistungsbetrug und Abschiebungen: Was die Innenminister der Länder in Hamburg diskutieren wollen und welche Forderungen einzelne von ihnen an den…

Immer wieder steht das Thema Migration bei konservativen Politiker*innen auf der Agenda. Dabei ist die große Reform des Asylsystems durch.

Ein Dachverband, der Menschen mit türkischen Wurzeln vertritt, ist unzufrieden mit den Innenministern. Der Vorwurf: Sie schauten nicht auf Sicherheitsrisiken für Migranten und…

Innenminister der Länder wollen Kampf gegen Missbrauch von Sozialleistungen verstärken und Hürden für Abschiebung straffälliger Flüchtlinge senken.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Frühjahrskonferenz in Hamburg“. Lesen Sie jetzt „Innenminister beraten über Bußgelder und Sicherheitsfragen“.

Hamburg (dpa) - Die Innenminister von Bund und Ländern sind mit einer vor allem auf Fragen der zivilen Verteidigung fokussierten Tagesordnung in ihre Frühjahrskonferenz gestartet.…

Wie gut ist Deutschland gegen hybride Angriffe und andere Bedrohungen gewappnet? Die Innenminister wollen jetzt mehr Tempo machen beim Zivilschutz – und einen klaren Plan bis 2029…