Stuttgart (dpa/lsw) - Die Bundesjugendspiele sollen nach den Plänen des neuen Kultusministers von Baden-Württemberg, Andreas Jung (CDU), wieder leistungsorientierter werden. Die Spiele sollen von Sommer nächsten Jahres an nach klaren Regeln ablaufen, sagte Jung dem SWR. Entscheidend sei: „Es gibt nur Gewinner - mit Urkunden in Gold, Silber und Bronze und mit landesweit verbindlichen Standards dafür.“ Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte die Berichterstattung. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Kritik an der Gestaltung der Bundesjugendspiele gegeben. So plant das Ministerium demnach, dass Kinder im Bereich Leichtathletik ab der 3. Klasse wieder 50 Meter rennen, Weitsprung machen und Schlagball werfen müssen. Dafür sollen sie nach einem landesweiten System Punkte bekommen. Noch unklar, was mit dem Bereich Schwimmen ist „Dazu wollen wir einen verbindlichen Rahmen zur jeweils altersgerechten Umsetzung geben, mit Spielraum der Schulen bei der Umsetzung“, sagte Jung laut einer Mitteilung. Inwiefern der Bereich Schwimmen betroffen sein werde, sei noch im Zuge der Neukonzeption zu klären, sagte der Sprecher. Der Minister möchte sich demnach „zeitnah“ mit den Leichtathletik-Verbänden und anderen beteiligten Verbänden im Land austauschen. „Die Bundesjugendspiele im Land sollen Raum für Bewegung geben und die Freude am Wettkampf stärken“, sagte Jung laut der Mitteilung. Wandel vom Wettkampf zum Wettbewerb im Jahr 2023 Ab dem Schuljahr 2023/2024 wurden die jährlich stattfindenden Spiele in den Sportarten Leichtathletik und Schwimmen für alle Grundschulkinder bis zur vierten Klasse nur noch als Wettbewerb und nicht mehr als Wettkampf organisiert. Davor war das nur in den ersten beiden Klassen der Fall. Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums ist ein Wettkampf nach klaren Regeln normiert, ein Wettbewerb nicht. So wurden die Punkte für Leistungen seither nicht mehr nach bundesweiten Normgrößen vergeben. Zudem sollten die Leistungen der Schüler nicht mehr mit der Stoppuhr oder zentimetergenau mit dem Maßband erfasst werden. Stattdessen gab es zum Beispiel beim Weitsprung oder Werfen verschiedene Zonen, in denen bestimmte Punkte vergeben wurden. Spiele sollten durch Reform kindgemäßer werden Ziel der Umstellung war damals, die Spiele kindgemäßer zu machen. Die Reform basierte auf einer Entscheidung des Ausschusses für die Bundesjugendspiele und der Kommission Sport der Kultusministerkonferenz aus dem Jahr 2021. Kritiker der Reform bemängelten in der Vergangenheit, dass man Kinder auch befähigen müsse, mit Niederlagen umzugehen. Zudem beklagten sie den Wegfall des Leistungsgedanken. Der damalige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, sprach in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung von „Elend pur“. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte, er wolle, dass wieder an allen Schulen Bundesjugendspiele mit Siegerurkunden stattfänden - und nicht nur Teilnehmerurkunden. Derzeit treffen sich die Kultusminister der Länder zur Konferenz in München.© dpa-infocom, dpa:260611-930-207072/2

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Leichtathletik in der Schule“. Lesen Sie jetzt „Minister will Jugendspiele wieder leistungsorientierter“.

Selbst der Kanzler sprach sich bereits für einen stärkeren Wettkampf-Gedanken bei den Bundesjugendspielen aus. Kultusminister Jung spricht nun wieder von Urkunden in Gold, Silber…

Selbst der Kanzler sprach sich bereits für einen stärkeren Wettkampf-Gedanken bei den Bundesjugendspielen aus. Nun setzt der neue CDU-Kultusminister im Land einen seiner ersten…

Die Kultusminister sind sich offenbar einig: Die Bundesjugendspiele müssen wieder leistungsbezogener werden. Das geht aus einem Beschlusspapier hervor. Es gibt jedoch einen Haken.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Bundesjugendspiele sollen nach den Plänen des neuen Kultusministers von Baden-Württemberg, Andreas Jung (CDU), wieder leistungsorientierter werden. Die…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildungsministerkonferenz“. Lesen Sie jetzt „Bundesjugendspiele sollen wieder mehr Wettkampf ermöglichen“.

Eher spielerischer Wettbewerb oder doch wieder härterer Wettkampf? Die Bildungsminister vollziehen bei den Bundesjugendspielen eine Rolle rückwärts.

Eher spielerischer Wettbewerb oder doch wieder härterer Wettkampf? Die Bildungsminister räumen den Schulen bei den Bundesjugendspielen wieder die Möglichkeit ein, eine „positive…

Wiesbaden/München (dpa/lhe) - Hessen begrüßt diese Entscheidung: Die Bundesjugendspiele sollen laut der Bildungsministerkonferenz auch deutschlandweit an den Grundschulen wieder…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildungsministerkonferenz“. Lesen Sie jetzt „Hessen erfreut: Bundesjugendspiele betonen wieder Leistung“.

Spielerischer Wettbewerb oder wieder härterer Wettkampf? Die Bildungsminister vollziehen bei den Bundesjugendspielen eine Rolle rückwärts. In Hessen sieht es etwas anders aus.

Bei den Bundesjugendspielen können künftig wieder Zeiten und Weiten gemessen werden, entscheiden können das die einzelnen Schulen. Zurück geht das auf eine Initiative aus Hessen.