Die Bundesjugendspiele sind längst zur Identitätspolitik geworden: Es geht um eine Gesellschaft, die verlernt haben soll, nach Leistungsprinzipien zu handeln. Die Union um Friedrich Merz machte den Vergleichswettbewerb 2025 zum Wahlkampfthema. Als er noch kein Kanzler war, versprach Merz, die Wettkämpfe »wieder einführen« zu wollen. Das war zwar missverständlich, weil sie nicht grundsätzlich abgeschafft wurden und Bundesjugendspiele ohnehin Ländersache sind. Aber immerhin kann der krisengebeutelte Regierungschef jetzt einen Erfolg vorweisen.Wie die »Bild« berichtet , wollen die Bildungsminister der Länder die Bundesjugendspiele wieder leistungsorientierter machen. In einem Beschlusspapier, aus dem die Zeitung zitiert, heißt es, dass der klassische Wettkampfmodus wieder möglich sein soll. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte der »Bild«, dass sie sich persönlich dafür eingesetzt habe. »Besondere Leistung darf und muss anerkannt werden.«
»Es gibt nur Gewinner«Eine einheitliche Regelung ist aber unwahrscheinlich. Die Bundesjugendspiele bleiben nämlich Sache der Länder und Schulen. Zumindest Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Jung (CDU) kündigte aber an, dass die Spiele ab Sommer 2027 nach klaren Regeln ablaufen sollen. Entscheidend sei: »Es gibt nur Gewinner – mit Urkunden in Gold, Silber und Bronze und mit landesweit verbindlichen Standards dafür«, sagte Jung dem SWR.










