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Storia in 11 fonti

Einigung zu Return Hubs: Suche nach Drittstaaten läuft noch

Berlin (dpa) - Nach der Einigung auf eine EU-Verordnung für erleichterte Abschiebungen sieht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gute Chancen, in einigen Monaten mit Drittstaaten konkrete Vereinbarungen zur Einrichtung sogenannter Rückführungszentren zu schließen. Er verweist auf entsprechende Gespräche einer Gruppe von fünf europäischen Staaten und sagt: „Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe diesen Jahres in der Lage sind, Vereinbarungen dieser Art zu schließen.“ Bis solche Zentren dann tatsächlich errichtet seien, werde es jedoch voraussichtlich noch etwas länger dauern.Worum es genau gehtDie Europäische Union hat am Montagabend den Weg für die Einrichtung sogenannter Rückkehrzentren in Drittstaaten und die Verschärfung weiterer Asylregeln freigemacht. Für Ausreisepflichtige, die nicht mit den Behörden kooperieren, soll das negative Folgen haben. Ziel der Maßnahmen ist es, mehr Abschiebungen zu ermöglichen. Das Parlament und die EU-Staaten müssen dem Kompromiss noch zustimmen, damit die neuen Abschieberegeln in Kraft treten können. Dies ist jedoch in der Regel eine Formalie. Da es sich um eine Verordnung handelt, kämen die neuen Vorgaben in Deutschland direkt zur Anwendung, das heißt ohne eine Änderung nationaler Gesetze.Hakan Demir, Innenpolitiker der SPD, spricht mit Blick auf die geplanten Rückführungszentren in Drittstaaten von einer „Phantomdebatte“. (Archivfoto) Markus Lenhardt/dpaNoch hat sich kein Land gefunden In die geplanten Zentren („Return Hubs“) außerhalb der Europäischen Union sollen vollziehbar Ausreisepflichtige kommen, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückgebracht werden können - etwa, weil das Heimatland sich weigert sie zurückzunehmen oder die Bundesregierung keine diplomatischen Beziehungen zu dem betroffenen Staat pflegt. Welche Länder bereit wären, solche Zentren auf ihrem Staatsgebiet einzurichten, ist aber noch offen. Deutschland bemüht sich aktuell gemeinsam mit den Niederlanden, Österreich, Griechenland und Dänemark, einen solchen Staat zu finden.Ruanda-Modell und Italien-Albanien-DealBislang gab es keinen rechtlichen Rahmen der Europäischen Union für Drittstaaten-Vereinbarungen zu Abschiebezentren. Entsprechende Bemühungen Italiens und des europäischen Nicht-EU-Staates Großbritannien erwiesen sich als kostspielig und rechtlich heikel. Für die italienische Regierung war die Einrichtung von Aufnahmelagern in Albanien bislang kein Erfolgsmodell. (Archivfoto) Alketa Misja/dpaDer Asyl-Deal zwischen Großbritannien und Ruanda war im April 2024 in Kraft getreten. Großbritannien wollte irregulär eingereiste Migranten nach Ruanda abschieben, wo sie die Möglichkeit erhalten sollten, Asyl zu beantragen. Ruanda sollte im Gegenzug Millionensummen für die wirtschaftliche und soziale Integration der Migranten bekommen. Doch nach ihrem Wahlsieg im Juli 2024 kündigte die neue Labour-Regierung das Abkommen auf.Italien hatte mit Albanien ein Abkommen geschlossen. Erst ging es darum, Asylverfahren für bestimmte Gruppen nach Albanien auszulagern. Später beschloss Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die dort errichteten Lager auch für Abschiebehaft nutzen zu wollen. Das Modell landete wegen einer Reihe von Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) - ein finales Urteil steht noch aus. Migrationsforscherin pocht auf menschenrechtliche StandardsNoch sei nicht klar, „welche Staaten sich unter welchen Bedingungen dazu bereiterklären - und wie hoch die Kosten dafür sein werden“, gibt die Migrationsforscherin Petra Bendel von der Universität Erlangen-Nürnberg zu bedenken. Sie sagt, es müsse sichergestellt werden, „dass die verschiedenen menschenrechtlichen Schutzstandards, zu denen sich die EU und ihre Mitgliedstaaten verpflichtet haben - das Prinzip der Nichtzurückweisung, der Schutz vor willkürlicher Freiheitsentziehung, verfahrensrechtliche Garantien -, durch entsprechende Kontrollmechanismen der Europäischen Union sichergestellt werden“. Unionspolitiker erwarten sich viel von der VerordnungDobrindt sagt, die Einigung zur Rückführungsverordnung werde „nach Jahren der Unordnung, des Kontrollverlusts und Inkonsequenz an den europäischen Außengrenzen und in der Migrationspolitik“ wieder deutlich mehr Ordnung zu schaffen. Das Geschäft der Schleuser, die bisher mit dem Versprechen geworben hätten „Wer einmal den Weg nach Europa geschafft hat, kann auch dauerhaft hierbleiben.“ werde dadurch zerstört. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU) rechnet mit einer abschreckenden Wirkung der Return Hubs, weil Ausreisepflichtige sich seiner Ansicht nach eher für die Rückkehr ins Herkunftsland entscheiden dürften, als sich in ein solches Zentrum bringen zu lassen. Throm sagt: „Allein durch ihre Existenz werden wir eine Steigerung bei der freiwilligen Rückkehr von ausreisepflichtigen Ausländern erleben.“ SPD-Politiker spricht von „Phantomdebatte“Der Bundestagsabgeordnete Demir rechnet, was diesen Punkt angeht, dagegen nicht mit einer raschen Umsetzung. Er sagt: „Bei den Return Hubs haben wir es mit einer Phantomdebatte zu tun: Ich kenne kein Land, in dem das Verfahren erfolgen kann.“ Bedenken hat er gegen die geplante Verlängerung der Abschiebehaft. Der SPD-Politiker sagt: „Abgelehnte Geflüchtete können 24 Monate in Abschiebehaft genommen werden: Kein Mensch sollte so lange in Haft sein, weil er einen Asylantrag gestellt hat“, sagt der SPD-Innenpolitiker Hakan Demir. Die Grünen-Abgeordnete Lamya Kaddor kritisiert, die EU folge hier dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Verantwortung auszulagern, ersetze keine verantwortungsvolle Politik.© dpa-infocom, dpa:260602-930-162109/2

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Confronto fonti

6 prospettive sulla stessa storia
AI · summaries
sueddeutsche.deStai leggendo20 h fa

Einigung zu Return Hubs: Suche nach Drittstaaten läuft noch

Berlin (dpa) - Nach der Einigung auf eine EU-Verordnung für erleichterte Abschiebungen sieht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gute Chancen, in einigen Monaten mit Drittstaaten konkrete Vereinbarungen zur…

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Timeline cronologica

  1. lunedì 1 giugno 2026·sueddeutsche.de

    EU einig: Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei

    Brüssel (dpa) - Die Europäische Union macht den Weg für Rückkehrzentren in Drittstaaten und die Verschärfung weiterer Asylregeln frei, um mehr Abschiebungen zu ermöglichen. Das…

  2. lunedì 1 giugno 2026·zeit.de

    Migration und Asyl: EU einig: Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei

    Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Migration und Asyl“. Lesen Sie jetzt „EU einig: Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei“.

dw.com
tagesschau.de
taz.de
zeit.de
1 g fa

Migration und Asyl: EU einig: Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei

Die EU genehmigt Return Hubs in Drittstaaten für Abschiebungen; 2025 lag die Rückführungsquote bei 28%. Ruanda-Modell GB gescheitert (830M€); Italien-Albanien vor EuGH. EU-Trend: Asylverfahren externalisieren.

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nzz.ch1 g fa

EU verschärft Asylrecht massiv: Haft, Mitwirkungspflicht und Abschiebezentren

Fast drei Viertel aller abgewiesenen Asylbewerber bleiben in Europa. Sie sollen künftig in weit entfernten «Return Hubs» untergebracht werden können. Nur wo, bleibt unklar.

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tagesschau.de16 h fa

Kommentar zu Abschiebezentren: In der Praxis wird das schwierig werden

Rückkehrzentren in Drittstaaten einzurichten, verschiebt nur ein Grundproblem der Migrationspolitik, meint Andreas Meyer-Feist. Die EU sollte keine falschen Erwartungen wecken - und sie muss die Menschlichkeit im Blick…

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faz.net1 g fa

EU ermöglicht die Abschiebung in Drittstaaten

EU-Staaten und Parlament ratifizieren Rückführungsverordnung; Abschiebungen in Drittstaaten sofort möglich, Haftdauer erweitert auf 12 Monate (bis 30 Monate). Rechts-Mehrheit im Parlament treibt jetzt Verschärfungen voran; EU nutzt Trade- und Entwicklungshilfe als Druck auf Drittstaaten-Compliance.

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tagesspiegel.de1 g fa

EU verschärft Migrationspolitik: Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei

Vertreter des Europaparlaments und der Regierungen einigten sich auf neue Abschieberegeln. In die Zentren außerhalb der EU sollen abgelehnte Asylbewerber kommen, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückkönnen.

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  • lunedì 1 giugno 2026·welt.de

    EU einig: Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei - WELT

    Zentren im EU-Ausland für mehr Abschiebungen: Die EU einigt sich auf Verschärfungen in der Migrationspolitik. Das Gesetz hat eine umstrittene Vorgeschichte.

  • lunedì 1 giugno 2026·tagesspiegel.de

    EU verschärft Migrationspolitik: Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei

    Vertreter des Europaparlaments und der Regierungen einigten sich auf neue Abschieberegeln. In die Zentren außerhalb der EU sollen abgelehnte Asylbewerber kommen, die nicht in ihre…

  • lunedì 1 giugno 2026·welt.de

    Verschärfte Asylregeln: EU macht Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei - WELT

    „Return Hubs“, längere Abschiebehaft, Leistungskürzungen: Die EU plant, ihre Asylregeln drastisch zu verschärfen. Darauf einigten sich die Mitgliedsländer nach Angaben der…

  • lunedì 1 giugno 2026·faz.net

    EU ermöglicht die Abschiebung in Drittstaaten

    EU-Parlament und Mitgliedstaaten haben sich geeinigt: Künftig dürfen EU-Staaten Menschen ohne Schutzanspruch in aufnahmewillige Drittstaaten abschieben. Deutschland sucht bereits…

  • lunedì 1 giugno 2026·spiegel.de

    EU macht Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei

    Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Länder haben sich auf neue Abschieberegeln verständigt. Diese sehen neben der Erlaubnis von Abschiebezentren in Drittstaaten weitere…

  • lunedì 1 giugno 2026·zeit.de

    Migration: EU macht Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei

    Die EU-Staaten wollen Asylverfahren und Abschiebungen in sogenannten Rückkehrzentren auslagern. Die EU einigte sich auf eine Verschärfung der Asylregeln.

  • lunedì 1 giugno 2026·sueddeutsche.de

    Abschiebungen: Die EU setzt abgelehnte Asylbewerber massiv unter Druck

    Die EU verständigt sich über neue Abschieberegeln und macht sogar Lager außerhalb Europas möglich. Dobrindt sucht bereits nach Partnern.

  • lunedì 1 giugno 2026·france24.com

    EU reaches deal on 'return hubs' migration reform

    European lawmakers and countries struck a provisional compromise on the reform, which was launched in response to political pressure to curb migration -- paving the way for its…

  • lunedì 1 giugno 2026·nzz.ch

    EU verschärft Asylrecht massiv: Haft, Mitwirkungspflicht und Abschiebezentren

    Fast drei Viertel aller abgewiesenen Asylbewerber bleiben in Europa. Sie sollen künftig in weit entfernten «Return Hubs» untergebracht werden können. Nur wo, bleibt unklar.

  • martedì 2 giugno 2026·dw.com

    EU reaches deal on 'return hubs' for rejected asylum-seekers

    The deal involves sending people whose asylum applications have been rejected to third countries. It still requires formal approval to come into effect.

  • martedì 2 giugno 2026·tagesschau.de

    EU einigt sich auf Abschiebezentren für Migranten in Drittstaaten

    Die EU steht vor einer Verschärfung ihrer Asylpolitik. Neben härteren Regeln sollen abgelehnte Bewerber auch in Drittstaaten gebracht werden können. Partnerstaaten für das…

  • martedì 2 giugno 2026·faz.net

    Asyl und Staatsangehörigkeit: Es geht ums Ganze

    Gut, dass sich die EU auf Abschiebezentren geeinigt hat. Weniger gut ist die Verwässerung der deutschen Staatsangehörigkeit. Es geht ums Ganze.

  • martedì 2 giugno 2026·zeit.de

    Migration und Asyl: UNHCR hat kein Problem mit Abschiebezentren in Drittstaaten

    Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Migration und Asyl“. Lesen Sie jetzt „UNHCR hat kein Problem mit Abschiebezentren in Drittstaaten“.

  • martedì 2 giugno 2026·welt.de

    Einigung zu Return Hubs: Suche nach Drittstaaten läuft noch - WELT

    Wer richtet Rückkehrzentren außerhalb der EU ein – und was würde das kosten? Was ist mit menschenrechtlichen Verpflichtungen? Es bleiben Fragen. Die Union hofft auf eine…

  • martedì 2 giugno 2026·taz.de

    EU-Abschiebelager in Drittstaaten: Humanität in die Wüste geschickt

    Die EU-Mitgliedsstaaten und das Parlament einigen sich auf Abschiebelager in Drittstaaten. Alle bisherigen „Vorbilder“ sind gescheitert.

  • martedì 2 giugno 2026·sueddeutsche.de

    Einigung zu Return Hubs: Suche nach Drittstaaten läuft noch

    Berlin (dpa) - Nach der Einigung auf eine EU-Verordnung für erleichterte Abschiebungen sieht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gute Chancen, in einigen Monaten mit…

  • martedì 2 giugno 2026·zeit.de

    EU-Migrationspolitik: Politiker von SPD und Grünen kritisieren geplante Abschiebezentren

    Die Grünen halten Rückkehrzentren außerhalb der EU für verantwortungslos. Auch aus der SPD kommt Kritik. Das UN-Flüchtlingshilfswerk zeigt sich offen für das Konzept.

  • martedì 2 giugno 2026·sueddeutsche.de

    EU will Abschiebezentren in Drittstaaten ermöglichen

    Die EU verschärft ihre Migrationsregeln und erlaubt Abschiebezentren in Drittstaaten wie Uganda. Ziel ist die Erhöhung der Rückführungsquote