PfadnavigationHomeRegionalesHessenEintracht erleichtert: Derby-Sieg als BefreiungsschlagStand: 12:06 UhrLesedauer: 3 MinutenEintracht Frankfurt bejubelte in Mainz den ersten Saisonsieg.Quelle: Torsten Silz/dpaFrankfurt ist verspätet in der neuen Saison angekommen. Der starke Auftritt in Mainz soll der Maßstab für die kommenden Aufgaben sein.Der erste Bundesliga-Saisonsieg ausgerechnet im Rhein-Main-Derby löste bei den Verantwortlichen und Spielern von Eintracht Frankfurt pure Glücksgefühle aus. «Das war ein starkes Statement von der Mannschaft nach der letztwöchigen berechtigten Kritik und ein sehr wichtiger Sieg für uns und unsere Fans», sagte Trainer Adi Hütter nach dem überzeugenden 3:1 (2:0) der Hessen beim FSV Mainz 05. «Ich denke, das hat man gesehen. Wir haben das Rhein-Main-Duell auch für die Eintracht-Familie gewonnenStürmer Jonathan Burkardt, der in seinem alten Wohnzimmer ein Tor und eine Vorlage zum erst zweiten Frankfurter Sieg in der Fußball-Bundesliga «ein sehr, sehr gutes Gefühl, vor allem nach den ersten zwei Spieltagen, die schwierig für uns waren», sagte der Ex-Mainzer. «Dass wir jetzt drei Punkte holen konnten in einem wirklich schweren Auswärtsspiel, wo sich die Eintracht in den letzten Jahren immer schwergetan hat, tut sehr, sehr gut.»Nach dem 3:3 bei Union Berlin und dem bitteren 1:4 gegen den FC Augsburg sind die im Sommer runderneuerten Hessen mit etwas Verspätung in der neuen Saison angekommen. «Der Sieg ist wichtig, denn es war schon ein wenig Druck auf dem Kessel», befand Sportvorstand Markus Krösche. «Insgesamt haben wir besser verteidigt, kompakter gestanden und gut umgeschaltet. Das war ein Schritt in die richtige Richtung.»«Erwachsener» Eintracht-AuftrittVor 33.305 Zuschauern in der ausverkauften Mainzer Arena trat die Eintracht von Beginn an dominant auf und belohnte sich mit zwei Toren von Can Uzun (9./60. Minute) und dem Treffer von Burkardt (45.+1) für die starke Leistung. Das späte Gegentor durch Phillip Tietz (89.) war nur ein unbedeutender Schönheitsfleck. Auch wenn sich Kapitän und Abwehrchef Robin Koch ein wenig darüber ärgerte: «Zu null wäre natürlich ein Stück schöner gewesen.»Der Freude über den Sieg tat dies aber keinen Abbruch. «Das Ergebnis steht an erster Stelle. Dahingehend haben wir als Mannschaft den nächsten Schritt gemacht, sind erwachsener und mehr als Kollektiv aufgetreten. Alle haben alles reingeworfen, um die drei Punkte mitzunehmen», lobte Koch und bekräftigte: «Was zählt, sind die drei Punkte und dass wir die entsprechende Mentalität gezeigt haben.»Klopp sieht starke FrankfurterGroßen Anteil am erlösenden Sieg beim Nachbarn - erst der zweite im 19. Gastspiel nach dem 2:0 im Januar 2021 - hatte auch Noah Atubolu. Der Eintracht-Torwart krönte seinen starken Auftritt, als er kurz vor der Pause einen Foulelfmeter von Nationalspieler Nadiem Amiri parierte und damit den Ausgleich verhinderte.«Ich war einfach überzeugt von mir und habe in meine Fähigkeiten vertraut. Das ist mir ganz gut gelungen», sagte Atubolu. Es war bereits der sechste Strafstoß, den der 24-Jährige in der Bundesliga entschärfen konnte. «Das war sicher der Knackpunkt», stellten Hütter und Krösche unisono fest.Ob jetzt Jürgen Klopp anruft? Darauf hoffen natürlich einige Eintracht-Profis mit Blick auf die anstehende Kader-Nominierung des neuen Bundestrainers, der in Mainz auf der Tribüne saß. «Das wäre schon schön», sagte Burkardt mit Blick auf die vier Nations-League-Spiele der DFB-Auswahl Ende September und Anfang Oktober.Jetzt kommt FreiburgDer Fokus liege aber weiter auf dem Weg mit der Eintracht. «Das Wichtigste ist, dass wir in die richtige Richtung gehen. Dann wird alles Weitere auch kommen», sagte der 26-Jährige.Schon am nächsten Samstag wartet im Heimspiel gegen den noch ungeschlagenen SC Freiburg die nächste Herausforderung. «Das ist eine richtig starke Mannschaft. Für uns gilt es daher, wieder eine Top-Leistung zu bringen», sagte Krösche. Und Doppel-Torschütze Uzun appellierte: «Wir müssen den Schwung beibehalten.»dpa-infocom GmbH