Eleganter Grenzgänger: Der Mazda CX-6e vermischt SUV, Kombi und CoupéMit 4,85 Metern Länge, flacher Silhouette und auffälligen Farben inszeniert Mazda den CX-6e in einem bewusst reduzierten Angebot: viel Serienausstattung, wenig Wahlfreiheit.Klaus Justen11.09.2026, 05.30 Uhr4 LeseminutenSchimmerndes Violett und 21-Zoll-Räder für das erste E-SUV des japanischen Autobauers: Der Mazda CX-6e ist eine Mischung aus SUV und Fliessheck-Kombi.PDMit dem CX-6e bringt Mazda sein erstes elektrisches SUV auf den Markt. Beim Angebot machen es sich die Japaner bewusst einfach: eine Motorisierung, zwei Ausstattungsvarianten, eine kurze Optionenliste. Zwischen den Versionen Takumi und dem Takumi Plus liegen knapp 3000 Franken. Der Einstiegspreis von 49 000 Franken ist angesichts der umfangreichen Serienausstattung ein gutes Angebot.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.30 Prozent Marktanteil für Elektroautos – so lautet die Zahl für die Schweizer Neuzulassungen im August. Sie erzählt allerdings nur einen Teil der Geschichte.Schaut man auf das Fahrzeugsegment der grossen Mittelklasse-SUV mit rund 4,70 Metern Länge und mehr, ist die Realität eine andere. Hier fährt bereits beinahe jedes zweite neu verkaufte Auto elektrisch, wie Mazda-Schweiz-Chef Matthias Walker bei der Präsentation des CX-6e betont. Genau in dieses Segment stösst nun das neue Elektro-SUV der Japaner vor. Im Modellprogramm positioniert es sich zwischen den Mazda-Verbrennermodellen CX-60 und CX-80.Typisch für Mazda: In der Karosserie wechseln sich sanfte Rundungen und scharfe Kanten ab.PDMazda will damit seinen positiven Trend fortsetzen. Rund 11 Prozent liegt die Marke derzeit über dem Vorjahr, beim Marktanteil hält sie sich bei 1,5 Prozent. Das war schon einmal mehr. Allerdings ist der Kuchen, um den sich die Hersteller in der Schweiz streiten, gleich gross geblieben – die Zahl der Mitbewerber dagegen wächst mit neuen chinesischen Marken fast monatlich.Der CX-6e soll nun neue Kundengruppen ansprechen. Mit 4,85 Metern ist das Elektro-SUV ein stattliches Auto, gleichzeitig aber fast zehn Zentimeter weniger hoch als der CX-80. Entsprechend schnittig wirkt seine Silhouette. Mazda kombiniert SUV-Proportionen mit Elementen eines Kombis und eines SUV-Coupés. Herausgekommen ist ein eleganter Grenzgänger, der die jüngste Interpretation des Kodo genannten Markendesigns auf die Strasse bringt.Newsletter «Weg & Ziel»Fortbewegung damals, heute und in Zukunft: Historie, Neuheiten und Trends aus der Welt der Mobilität.Jetzt kostenlos abonnierenBei der Fahrpräsentation in Düsseldorf zeigt Mazda auch eine auffällige Aussenlackierung. Nightfall Violet-Black nennt sich die Spezialfarbe. In der Sonne leuchtet sie violett, im Schatten erscheint der Wagen dagegen tiefschwarz. Ein Effekt, der dem ohnehin eigenständigen Auftritt zusätzlichen Charakter verleiht.Viele Bildschirme und viel RaumKlare Linien prägen das Exterieur, ebenso aufgeräumt präsentiert sich der Innenraum. Das Blickfeld dominiert ein mehr als 26 Zoll breiter Bildschirm, über den sich ein Grossteil der Fahrzeugfunktionen steuern lässt. Auch der Beifahrer erhält einen eigenen Bereich. Die Bedienung ist bei der Vielzahl der Menus zunächst gewöhnungsbedürftig, nach einer gewissen Eingewöhnung aber durchaus logisch.Auch im grosszügigen Interieur gibt es ein dezentes Amethyst-Violett für die Polsterung. Es kontrastiert mit den hellen Farben unterhalb der Seitenscheiben.PDIm Testwagen der Topversion Takumi Plus kontrastiert das zweifarbige Kunstleder in Amethyst und Weiss mit den silberfarbenen Akzenten. Das grosse Panorama-Glasdach verstärkt den luftigen Eindruck im Innenraum zusätzlich. Er wirkt hochwertig und sorgfältig verarbeitet.Vorne herrscht Grosszügigkeit, im Fond erst recht. Gerade bei der Beinfreiheit punktet der CX-6e. Etwas bescheidener fällt dagegen der Laderaum aus: Knapp 470 Liter stehen im Heck zur Verfügung. Unter der vorderen Haube gibt es zusätzlich einen rund 80 Liter grossen Frunk.Viel Ausstattung, aber wenig AuswahlMazda bietet den CX-6e in der Schweiz in zwei Ausstattungsvarianten an. Der Takumi startet bei 49 000 Franken – und ist bereits sehr umfangreich ausgestattet. Panoramadach, Head-up-Display, digitaler Schlüssel, beheiz- und belüftbare Sitze, Ambientebeleuchtung mit 256 Farben, elektrische Heckklappe sowie ein umfangreiches Paket an Assistenzsystemen sind serienmässig an Bord.Die Optionenliste ist entsprechend kurz. Statt der serienmässigen 19-Zoll-Räder lassen sich schwarze 21-Zöller für 1200 Franken bestellen. Viel mehr als die Wagenfarbe gibt es nicht auszuwählen.Wer statt Aussenspiegeln lieber Kameras möchte, wählt den Takumi Plus. Die Topversion kostet 51 800 Franken und rollt serienmässig auf 21-Zoll-Rädern. Die Kameras übertragen ihr Bild auf zwei Monitoren in den Türen. Auch der Innenspiegel funktioniert zunächst als Bildschirm. Das ist gewöhnungsbedürftig, lässt sich aber per Knopfdruck wieder in einen normalen Rückspiegel verwandeln.Für ein SUV dieses Formats erscheint das Kofferraumvolumen von 470 Litern bescheiden.PDDie Platzierung der Aussenspiegel-Monitoren hat Mazda gut gelöst. Selbst im Düsseldorfer Feierabendverkehr gab es keinen Grund zur Klage. Insgesamt verlangt der CX-6e seinem Fahrer bei der Übersicht nicht mehr ab als andere grosse SUV.Entspannt statt übermotorisiertBeim Antrieb verfolgt Mazda eine ebenso einfache Strategie wie bei der Ausstattung: Es gibt nur eine Konfiguration. Ein Permanentmagnet-Synchronmotor an der Hinterachse leistet 190 kW (258 PS) und liefert 290 Nm Drehmoment.Das klingt angesichts der teilweise absurden Leistungswerte moderner Elektroautos bescheiden. Doch der CX-6e sprintet ausreichend energisch los und bietet genügend Reserven für Überholmanöver. Ein Sportwagen soll er ohnehin nicht sein. Der Antrieb passt vielmehr zum entspannten Grundkonzept des Autos.Das Fahrwerk ist europäisch-straff abgestimmt. In Kurven zeigt sich der grosse Mazda erstaunlich agil, ohne den Komfort zu vernachlässigen. Er vermittelt Sicherheit und bleibt auch auf längeren Strecken angenehm unaufgeregt. Allradantrieb wird es allerdings nicht geben.Die Kameras als Seitenspiegel gibt es nur in der Topversion.PDSeinen Strom bezieht der CX-6e aus einer Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie, kurz LFP. Diese Technik ist kostengünstiger als die in dieser Fahrzeugklasse häufig verwendeten NMC-Akkus mit Nickel, Mangan und Kobalt. 77 kWh Energieinhalt stehen netto zur Verfügung. Damit erreicht der CX-6e in der Basisversion eine Reichweite von 484 Kilometern. Mit den grösseren Rädern der Ausstattung Takumi Plus sind es 16 Kilometer weniger.An der Schnellladesäule liegt die maximale Ladeleistung bei 195 kW. Der Sprung von 10 auf 80 Prozent dauert rund 24 Minuten. Das ist kein Klassenrekord, reicht aber problemlos für längere Reisen. Auch hier gilt: Der CX-6e will nicht mit spektakulären Zahlen beeindrucken, sondern mit einem stimmigen Gesamtpaket.Und genau darin liegt seine Stärke. Mazda hat bei seinem ersten elektrischen SUV das Angebot bewusst einfach gehalten. Viel Auswahl gibt es nicht – dafür viel Auto fürs Geld.Passend zum Artikel
Mazdas erster E-SUV CX-6e – Eleganz und Elektroantrieb vereint
Mit 4,85 Metern Länge, flacher Silhouette und auffälligen Farben inszeniert Mazda den CX-6e in einem bewusst reduzierten Angebot: viel Serienausstattung, wenig Wahlfreiheit.













