PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätLandgericht RostockMordprozess um Fabian – das sagt die Tatverdächtige Gina H. vor GerichtStand: 15:21 UhrLesedauer: 2 MinutenIm Mordprozess um den achtjährigen Fabian richtet sich der Blick auf die Aussagen der Angeklagten Gina H. Die Anklage wirft ihr vor, das Kind getötet zu haben, um den Vater zurückzugewinnen.Im Prozess um den getöteten Fabian berichtet die Angeklagte Gina H. von massiver Gewalt durch ihren früheren Partner. Er habe sie geschlagen und ihr einmal so heftig in den Bauch getreten, dass sie ins Krankenhaus musste.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDie im Fall Fabian wegen Mordes angeklagte Frau hat vor Gericht von Gewalt eines früheren Partners berichtet, mit dem sie einen gemeinsamen Sohn hat. Mit ihm war sie vor Fabians Vater in einer Beziehung. „Er brauchte einen Pegel von mindestens zwei Promille, damit er mich nicht geschlagen hat“, sagte Gina H. vor der Kammer des Landgerichts Rostock. „Er hatte ein verdammt großes Alkoholproblem.“Einmal habe der Ex-Freund ihr in den Bauch getreten, sie sei ins Krankenhaus gekommen, erzählte die 30-Jährige. Nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes habe sie sich nach fast vier Jahren Beziehung von ihm getrennt. Als das Baby erst wenige Wochen alt gewesen sei, habe sie erfahren, dass der Kindesvater sie mit einer anderen Frau betrogen habe. Später habe sie ihrer Aussage nach auch ein Video auf seinem Smartphone gefunden, das ihn beim Sex mit einer anderen Frau zeige.Zuvor hatte Gina H. ausgesagt, nie bei dem getöteten Kind zu Hause gewesen zu sein. „Ich kenne die Wohnung nicht“, sagte sie. Sie wisse auch nicht, in welcher Etage er mit seiner Mutter gewohnt habe. Wenn sie Fabian abgeholt habe, habe sie mit dem Auto an der Straße gewartet. Das Kind sei nach seiner Einschulung im Jahr 2023 „so gut wie gar nicht mehr“ bei ihr und dem Kindesvater gewesen.Lesen Sie auchLaut Anklage soll Gina H. den achtjährigen Fabian am 10. Oktober 2025 aus seiner Wohnung in Güstrow gelockt und dann an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich der Kleinstadt, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen. Die Angeklagte streitet eine Beteiligung an der Tat ab.Das öffentliche Interesse an dem Prozess ist riesig. Vor dem Landgericht in Rostock warteten die Menschen in einer langen Schlange, um der Verhandlung beizuwohnen. Die ersten Zuschauer haben sich demnach schon kurz nach 2 Uhr in der Nacht angestellt.dpa/nw