Die Bundesregierung hat 2025 mehr als ein Drittel der zusätzlichen Schulden für Verteidigung und Sicherheit nicht für zusätzliche Ausgaben in diesem Bereich genutzt. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Ifo Instituts hervor. Die Kredite schufen stattdessen neuen Spielraum im regulären Bundeshaushalt.
Über die sogenannte Bereichsausnahme Verteidigung konnte der Bund 2025 zusätzliche Schulden von 28,6 Milliarden Euro aufnehmen. Tatsächlich stiegen die Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit gegenüber 2024 laut Ifo‑Institut aber nur um 17,6 Milliarden Euro. Elf Milliarden Euro oder 38,5 Prozent der neuen Kredite führten demnach nicht zu zusätzlichen Ausgaben in diesem Bereich.
Verteidigungsmilliarden entlasten den Kernhaushalt
„Ein großer Teil der zusätzlichen Schulden hat nicht zu zusätzlichen Verteidigungsausgaben geführt“, sagte Ifo-Forscherin Emilie Höslinger. Der frei gewordene Spielraum sei für andere Zwecke im Kernhaushalt genutzt worden.
Die Bereichsausnahme erlaubt es dem Bund seit 2025, Sicherheitsausgaben oberhalb von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts über Kredite zu finanzieren. Neben der Bundeswehr fallen darunter Ukraine-Hilfen, Nachrichtendienste, IT-Sicherheit sowie der Zivil- und Bevölkerungsschutz.










