Zweiter Zinsschritt in diesem Jahr: EZB-Präsidentin Christine Lagarde

Inflation, Irankrieg, Zollstreit mit den USA – die Europäische Zentralbank (EZB) um Präsidentin Christine Lagarde (70) hat ihren Leitzins am Donnerstag angehoben. Die Zentralbanker erhöhten den Zinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent. Die Sitzung des EZB-Rats fand nicht wie üblich in Frankfurt am Main statt – sondern in Berlin.

Die Leitzinsanhebung war der zweite Zinsschritt in diesem Jahr. Zuletzt hatte die EZB Mitte Juni den Leitzins angehoben, die erste Leitzinsanhebung seit September 2023.„Der Konflikt im Nahen Osten erzeugt weiterhin Inflationsdruck, und die Inflation dürfte für einen längeren Zeitraum deutlich über unserem Zielwert bleiben“, erklärte Lagarde. Der Ausblick sei „nach wie vor mit hoher Unsicherheit behaftet“.

Die Menschen im Euroraum müssen sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) bis mindestens 2027 auf eine erhöhte Teuerungsrate einstellen. Für das laufende Jahr erwartet die Notenbank weiterhin 3 Prozent Inflation, wie sie auf Basis jüngster Prognosen mitteilte. Der Wert liegt deutlich über der mittelfristig angepeilten Marke von 2 Prozent, bei der die EZB ihr wichtigstes Ziel gewahrt sieht: für einen stabilen Euro zu sorgen und so die Kaufkraft der Menschen zu erhalten.