Am Sonntag wählt Schweden. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten sind auf dem Vormarsch, die Opposition wirkt dagegen blass. Ein Besuch am Wahlstand.
Wahlkampf in Sundsvall: Der Kommunalpolitiker Mats Hellhoff (SD) ist zugleich auch Reichstagsabgeordneter
Anne Diekhoff
Ob sie so eine niedliche Hummel haben könne, fragt eine Frau, quasi im Vorbeigehen. Natürlich, das darf sie. Als Nächstes möchte ein Teenager wissen, ob die Tabakdosen etwas kosten, aber nein, er könne sich gern eine nehmen. Über Politik wird dabei nicht geredet am Wahlstand der Schwedendemokraten. Wozu auch – es gab offenbar keine Fragen, und das Merchandising wird im Alltag der neuen Besitzer für sich sprechen.
Am 13. September geht Schweden zur Wahl. So wie hier in Sundsvall, 400 Kilometer nördlich von Stockholm, sieht es in diesen Tagen in großen und kleinen Innenstädten überall im Land aus: Eine Budengasse wie auf der Kirmes, aber statt Dosenwerfen gibt es politische Parolen. „An deiner Seite“, titelt die Linkspartei der 100.000-Einwohner-Stadt. „Für deine Freiheit, für unsere Zukunft“ die Liberalen. „Weniger Ungleichheit schafft mehr Sicherheit“, sagen die Grünen auf einem Flyer.














