Vor der Wahl schürt die AfD Zweifel an der Briefwahl und warnt vor möglichem Betrug. In Magdeburg treffen Wahlhelfer auf rechte Wahlbeobachter.

Hunderte Briefwahlumschläge werden am Wahlsonntag in Magdeburg sortiert und geprüft

Heiko Rebsch/dpa

Ein riesiger Berg rosa Briefwahlumschläge liegt vor den Wahl­hel­fe­r:in­nen auf dem Tisch. Es ist kurz nach 15 Uhr am Wahlsonntag in Sachsen-Anhalt. Als Erstes sortieren und prüfen die Helfer:innen, ob der Wahlkreis auf dem Brief stimmt. Einer hat sich tatsächlich verirrt. Der wird später abgeholt und in den Klassenraum mit seinem Wahlkreis gebracht. Übrig bleiben 424 Briefe.

Das Interesse an dieser Wahlform nimmt laut Statistischem Landesamt zu: Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurden laut dem Landeswahlamt bereits 335.000 Briefwahlunterlagen verschickt – das sind 20 Prozent der Wahlberechtigten. Bei der letzten Wahl hatte es nur 315.567 Brief­wäh­le­r:in­nen gegeben.