Für Wahlberechtigte ist das eine bequeme Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben, ohne am Wahltag ins Wahllokal zu gehen. Gleichzeitig erklärt die AfD im Wahlkampf wiederholt, die Briefwahl sei anfällig für Manipulation.

Die Zahlen aus den beiden Großstädten sind deutlich. In Magdeburg lagen laut Pressesprecher Michael Reif zum Stichtag Montag rund 48.300 Briefwahlanträge vor. Bis zum Wahltag rechnet die Stadt mit etwa 55.000 Anträgen.

In Magdeburg sind rund 180.000 Menschen wahlberechtigt. Damit würde annähernd jeder dritte Wahlberechtigte per Post abstimmen. Auch in Halle ist die Nachfrage hoch. Dort gingen nach Angaben von Pressesprecher Drago Bock bereits rund 39.200 Anträge ein. Verschickt hatte die Stadt zuvor etwa 176.000 Wahlbenachrichtigungen.

Der Vergleich mit der vergangenen Wahl macht den Trend sichtbar: Bei der Landtagswahl 2021 registrierte Halle rund 36.800 Briefwähler. Der aktuelle Stand liegt bereits darüber – und der Wahltag ist noch nicht erreicht.

Manipulationsvorwürfe: Was steckt dahinter?