Kanzler Merz zielt darauf ab, die demokratischen Reihen zusammenzuhalten. Klimaschutz ist plötzlich wichtig. Doch der Rückhalt für ihn bröckelt.
Bemüht um eine vereinte Front gegen die AfD: Bundeskanzler Merz im Bundestag
Annegret Hilse/reuters
D ie AfD hat eine Wahl gewonnen und sieht sich auf der Siegerstraße – aber der Kanzler zeigt immerhin Wehrhaftigkeit. Friedrich Merz’ Auftritt in der Bundestagsgeneraldebatte war nicht schlecht. Er musste – protokollgemäß – auf AfD-Chefin Alice Weidel reagieren, blieb aber nicht defensiv, sondern konnte deutlich machen, dass er für etwas steht.
Bei Ukraine (stehen wir dazu), Sicherheit (brauchen wir mehr, wird teuer), Wachstum und Sozialreformen (beides auf dem Weg) setzte Merz die Pointen so, dass ihm andere Parteien grundsätzlich zustimmen konnten, wenn sich auch nicht alle zu Applaus hinreißen ließen. So nannte Merz Klimaschutz in einem Atemzug mit Zivilschutz und griff die AfD dafür an, dass sie den Klimawandel leugnet. Remigration, sagte er, sei ein Synonym für „ethnische Säuberung“; die AfD-Fantasien würden in Handwerk, Pflege, Gesundheit und Gastronomie die Betriebe lahmlegen.












